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Filmgespräch

Lebensmittel sind unsere Exportschlager

Bauer-Bobo-Diskussion-Nürnberg
Carmen Knorr
Carmen Knorr
am Mittwoch, 28.09.2022 - 14:45

Diskussion im Kinosaal beim Film "Der Bauer und der Bobo": Kreisbäuerin, Landwirte und das Wochenblatt informieren Verbraucher in Nürnberg.

Es geht vor allem um die Kommunikation zwischen den Verbrauchern und der Landwirtschaft. Das war nicht nur das Ziel des Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatts bei seiner Preview von „Der Bauer und der Bobo“, sondern auch das große Thema beim anschließenden Filmgespräch.

Wir zeigten am Montagabend die neue Kinodokumentation im Cinecitta-Kino in Nürnberg und luden dazu BBV-Kreisbäuerin Marion Fischer und die Gründer von „Grischberli“, Jakob und Eva Zwingel, zur Diskussion ein.

Mut bei der landwirtschaftlichen Unternehmensgründung

Vor allem Jakob und Eva Zwingel, die erfolgreich ihre Kartoffelchips in Franken herstellen, geht es ähnlich wie Bauer Christian Bachler aus dem Film. Mit ihrer Marke „Grischberli“ haben sie ebenso großen Mut bewiesen sich einen alternativen Betriebszweig aufzubauen. Wie Jakob Zwingel erzählt „war und ist es immer noch ein Weg bei dem es nicht immer nur steil bergauf geht, sondern wo man auch mal fällt und sich langsam wieder hocharbeiten muss.“ Eva Zwingel erzählt vom Problem, dass heutzutage die Landwirtschaft zu weit weg vom Verbraucher sei. Dem wollen sie mit ihrem landwirtschaftlichen Unternehmen stark entgegenwirken und setzen dabei auf Instagram und die digitalen Medien: „Man erreicht damit viel mehr Leute und ich kann ihnen dadurch realistisch zeigen, wo ihr Essen herkommt und wie der Entstehungsprozess ist“, berichtet Eva Zwingel. 

Deutsche Bauern produzieren hochwertige Lebensmittel

Auch die Kreisbäuerin des Nürnberger Landes, Marion Fischer, appelliert im Kinosaal direkt an die Verbraucher unter den Zuschauern. Sie ruft dazu auf sich zu informieren und auch mal einen Bauernmarkt in der Nähe zu besuchen oder die „regionalen Ecken im Supermarkt, etwa beim Gemüse“ zu beachten. Sie betont dabei „In Deutschland werden generell sehr hochwertige Lebensmittel produziert, nicht nur im Bio-Bereich“ und fügt hinzu „Lebensmittel sind unsere Exportschlager“. Nahrungs- und Futtermittel sind tatsächlich unter den Top Zehn Exportprodukten Deutschlands, auf Platz Acht, laut einer Auflistung von statista aus 2021.

Jakob Zwingel betont bei der Diskussion abschließend aber auch noch einmal, dass Bauer Bachler im Film nicht der einzige gute Fleischerzeuger ist. Auch „die andere Landwirtschaft, die Fleisch in Schweine- oder Rindermastbetrieben produzieren, ist gut!“ Er fügt hinzu, dass nicht alle Verbraucher sich Fleisch leisten können, dessen Kilopreis bei 29 € liegt, wie es Bauer Bachler vermarktet. Daher rufen alle drei zu einem bewussteren Konsum auf.