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Mit Gänsehautgarantie

Ein Komiker bei den Landfrauen

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Ludwiga Friedl
Ludwiga Friedl
am Mittwoch, 30.11.2022 - 16:30

Komödiant Volker Heißmann bescherte den Landfrauen auf dem Kitzinger Landfrauentag ein charmantes vorzeitiges Jubiläumsfest.

Kitzingen Richtig lustig wurde es beim Landfrauentag im Katholischen Dekanatszentrum. Mit dem Komödianten Volker Heißmann hatten sich die Landfrauen ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk zum 75-jährigen Bestehen bereitet, das im nächsten Jahr gefeiert wird. Wie angekündigt wurde sein Auftritt dank seiner Spontanität und seiner Baritonstimme mit Gänsehautgarantie „einmalig und charmant“.

Begonnen wurde traditionsgemäß mit einer ökumenischen Andacht, die Pfarrerin Melanie Caesar aus Gnodstadt und Pfarrer Gerhard Spöckl feierten. Für den Advent gaben sie den Appell „mache Dich auf und werde Licht“ weiter und beteten um Atempausen und Momente der Gottesnähe.

Volker Heissmann: Lachen ist sein Instrument für Frieden

Am Landfrauentag freuten sich (v.l.) Kreisbäuerin Anette vom Berg-Erbar und Landrätin Tamara Bischof.

„Lachen machen“ sei sein Schatz, sagte Volker Heissmann von der Komödie Fürth, der anschließend die Frauen wirklich immer wieder zum Lachen brachte. Zum Beispiel mit der Feststellung, dass „auch unterhalb der Gürtellinie genug Platz für Anständiges“ sei. „Papa, ich werd Komiker“ habe er seien Eltern schon früh angekündigt. Nachdem er bis zum Stimmbruch die Idealbesetzung der Maria beim Krippenspiel gewesen sei, „war der Weg nicht mehr weit zu Mariechen“ im Duo mit Martin Rassau.

„Wer kann Spaß versteht, soll sich a Blummastöckla kaafn und aufn Friedhof geha und wartn, bis er drankommt“, sagte er. Auch er nutzte die Gelegenheit, den Landfrauen zu danken für einmalige Kindheitserlebnisse bei seiner Tante Marie, wo er beim Kuhkälbern wie beim schlachten dabeisein durfte - „die Kinder heutzutage müssten in die Psychiatrie“. Vor allem erinnert er sich an die Tante , die immer gelacht habe und die gesagt habe „ob ich jetzt wein oder lach`, des ändert nix an der Situation, drum lach I lieber“. Das habe er sich zum Vorbild genommen. „Denn lächelnde Menschen würden sich nicht bekriegen. Wir können jetzt damit anfangen“.

Heißmann erinnerte auch an die im Sommer verstorbene Barbara Stamm und sang deren Lieblingslied „my way“ mit dem deutschen Text „so leb dein Leben“- und mehr als eine Landfrau bekam wirklich Gänsehaut. Doch er wollte sie mit einem Lachen entlassen und bezeichnete sie als „kritisches Publikum“, das Eier und Tomaten dabei habe, weshalb er sehr schnell die Bühne verließ.

Landfrauen spenden an den Bäuerlichen Hilfsdienst

Landfrauentag-Kitzingen-Begrüßung

Wie gut persönliche Begegnungen tun, das konnten die Landfrauen spüren, die sich nach der erzwungenen Coronapause sehr auf ihren Tag gefreut hatten. Zahlreiche Ehrengäste zollten ihnen Dank und Respekt. Ausdrücklich gedankt wurde auch den Ehemaligen Verantwortlichen im BBV wie Erika und Lothar Volz, Gertrud Schwab, Karlheinz Graber, Alois Kraus, Ute Mulzer und Rudolf Bender.

Die Saalspende geht heuer an den Bäuerlichen Hilfsdienst, den BBV-Geschäftsführer Wilfried Distler kurz vorstellte: „Das ist eine finanzielle Hilfe für Familien, die unverschuldet durch Krankheit oder Tod in eine Notlage kommen“. 1850 € wurden dafür gespendet.

Die Frauen auf den Höfen und in den Dörfern sind ein Schatz

Landfrauentag-Kitzingen-Kreisvorstandschaft

Von einem schwierigen Jahr auch für die Landwirtschaft sprach Kitzingens Landrätin Tamara Bischof. Im Hinblick auf den Klimawandel „wollen wir das tun, was richtig für die Umwelt ist“, sagte sie. Da die Ernte trotz der Dürre für die Winzer noch ganz gut gelaufen sei, müsse man zufrieden sein. Sie trete an, kulturelle und landschaftliche Schätze zu bewahren „und die Freuden unserer Region zu genießen“. Speziell den Frauen rät sie, auch einmal mit Stolz darauf zu schauen, was sie bereits geleistet haben.

„Ein Schatz - das seid Ihr Frauen auf den Höfen und in den Dörfern für mich“, bekannte Unterfrankens Bezirksbäuerin Maria Hoßmann. Sie dankte allen im BBV, die sich in vielfältigen Themen nachhaltig dafür einsetzen, dass die Menschen in den Dörfern davon profitieren. Unterfrankens BBV-Bezirkspräsident Stefan Köhler lobte, dass der Verband sehr vielfältig aufgestellt ist und mahnte noch mehr Solidarität miteinander an. Gerade Unterfranken als hotspot des Klimawandels mache es nötig, sich gemeinsam anzupassen und die gesamte manpower und Frauenpower einzubringen. Für Kitzingens Bürgermeister Stefan Güntner hat sich die kleine Gartenschau wie ein Schatz für die Stadt ausgewirkt.

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