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Aktion

Zum Jubiläum ein eigenes Bier gebraut

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Jürgen Leykamm
am Montag, 28.06.2021 - 10:31

Die Maschinenringe Roth und Weißenburg-Gunzenhausen haben sich für das 50-jährige Bestehen eine besondere Aktion einfallen lassen.

Großweingarten/Lks. Roth Wenn in Coronazeiten schon keine Großveranstaltungen möglich sind, dann wird eben auf der Straße gefeiert. Die Maschinenringe (MR) Roth und Weißenburg-Gunzenhausen können heuer auf ihr 50-jähriges Bestehen zurückblicken. Aus dem Anlass sind sie derzeit mit einem Werbeanhänger unterwegs und verteilen Freibier.

Der Road Trip startete direkt an der Grenze der beiden Einzugsgebiete – am Hof von Anton Walther in Großweingarten. „Die eigentlichen Jubiläumsfeste folgen aber noch“, stellte der Rother MR-Vorsitzende Georg Schiffermüller in Aussicht.

Eine unterstützende Rolle gespielt

Die Ringe hätten bei der Entwicklung der landwirtschaftlichen Betriebe in den vergangenen Jahrzehnten eine tragende und unterstützende Rolle gespielt, sagte sein Weißenburger Amtskollege Artur Auernhammer auf der Veranstaltung. Das Teilen der Maschinen habe von Beginn an den Bauern einen Produktionsvorsprung verschafft. Die Arbeit der Betriebshelfer, die in Notfällen zum Einsatz kommen, „kann man gar nicht hoch genug wertschätzen“, unterstrich er.

Gäbe es den Ring nicht, „man müsste ihn erfinden“, folgerte daraus Landrat Manuel Westphal. Die Einrichtung habe sich zudem als sehr flexibel erwiesen und wisse ihre Schwerpunkte gegebenenfalls auch neu zu setzen. In der heutigen Zeit würden sie auf Beratung, Verdienst- und Einkaufsmöglichkeiten gelegt.

Der Rother Landratsstellvertreter Walter Schnell blickte bis in die Gründungstage zurück, an die er sich noch persönlich erinnern kann. Schon damals habe sein Vater den Maschinenring als zukunftsweisend bewertet: „Dank dem Maschinenring muss man nicht mehr alles selber kaufen und kann sich noch was dazu verdienen.“ Bei vielen anderen hätte anfangs noch das Gefühl, „auf andere angewiesen zu sein, der fränkischen Mentalität widersprochen“. Schließlich aber habe sich die Idee der Solidargemeinschaft durchgesetzt.

Ein Freibierfass mit fünf Litern

Fünf Liter hat das Freibierfass, das jedes Mitglied gegen Vorlage eines Gutscheins bekommt. Aus den Gutscheinen werden am Ende die Gewinner von fünfzig Stunden Fahrt mit einem Fendt Vario nach Wahl und andere Preise verlost. Das eigens gebraute Bier stammt von der Spalter Stadtbrauerei und wurde von Bürgermeister Udo Weingart als „ein Helles mit zarter Malznote, Spalt-Spalter Aromahopfen und Braugerste vom Jura“ beschrieben. Der „MR-Stoff“, wie es auf dem Fass zu lesen ist, solle „als Motivationsschub“ dienen. Die „tolle Idee“ würdigte Werner Wolf, Leiter des Rother Landwirtschaftszentrums. Hans Walter, der das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Weißenburg leitet, brachte sein Lob für den Road Trip auf den Punkt: „Da merkt man, dass ihr Rock'n'Roller seid!“

Aber auch als Spezialist sei der Ring in einer komplexer werdenden Welt des Agrarwesens immer stärker gefragt. Das gemeinsame Feierjahr soll eine Initialzündung für stärkere Zusammenarbeit der beiden Ringe bilden. „Das freut mich unbändig!“, gestand der Weißenburg-Gunzenhausener MR-Geschäftsführer Richard Ortner. Mit dem Road Trip „wollten wir etwas Außergewöhnliches statuieren“, sagte sein Rother Kollege Winter.