Maschinenring

Hybrid-Landwirtschaft als Lösung

MR-Nürnberger-Land_LF
Lorenz Märtl
am Freitag, 17.04.2020 - 11:00

Jahresversammlung des Maschinenrings Nürnberger Land

Offenhausen/Lks. Nürnberger Land - Wenn auf landwirtschaftlichen Betrieben im Nürnberger Land der Betriebsleiter ausfällt, dann springt seit nunmehr 30 Jahren Helmut Hupfer ein. Der Betriebshelfer wurde bei der Jahresversammlung des Maschinenrings Nürnberger Land (MR) in Offenhausen für seinen Einsatz geehrt. Vorsitzender Andreas Geistmann würdigte die Arbeit des Helfers in der Not, der bisher auf rund 330 Einsätze, die sich oft über Wochen erstrecken, zurückblicken kann.

In seinem Rückblick ließ Geistmann die Aktivitäten des abgelaufenen Jahres Revue passieren und ging auch auf die schwierige Lage der Landwirtschaft ein. Er zog das Fazit, dass der MR eine ganz wichtige Selbsthilfeeinrichtung sei.

Die Zahlen des Jahres 2019 präsentierte Geschäftsführer Marc Wild. Trotz anhaltendem Strukturwandel ist die Zahl der Mitglieder (947) leicht steigend (+7) ebenso die Mitgliedsfläche um 164 auf 20.173 ha. Der Verrechnungswert stieg von 1.919.265 € auf 2.233.144 € (+16 %). Leicht rückläufig (–4 %) ist die Betriebshilfe mit 112.285 €.

Christopher Bär berichtete von den Aktivitäten der MR Franken GmbH, über die für Dienstleistungen 695.000 € an 68 Landwirte aus dem Nürnberger Land ausbezahlt wurden. Sie sind für 112 Auftraggeber tätig, wobei der Winterdienst der Hauptumsatzträger (46 %) ist, gefolgt von Grünflächenpflege (28 %), Forstarbeiten (18 %) und Umwelt (6 %).

Wohin die Reise geht, beleuchtete Kurt Glück, Marketingchef des Landmaschinenherstellers Horsch. Er skizzierte die Vision einer „sanften Agrarwende“, bei der nicht 100 % Ökolandwirtschaft das Ziel ist. „Wir plädieren für die Hybrid-Landwirtschaft, die ökologische und konventionelle Methoden verbindet, Erträge hält und die Nachhaltigkeit steigert.“