Jagd

Für den Wald und für Bewegungsjagden

Arge-Jagd-BBV-NürnbergerLand_LF
Lorenz Märtl
am Montag, 30.03.2020 - 09:02

Arge der Jagdgenossenschaften im Nürnberger Land kommt zusammen.

Kainsbach/Lks. Nürnberger Land Im Nürnberger Land gibt es 104 Jagdgenossenschaften, 61 davon sind in einer Arbeitsgemeinschaft (Arge) unter dem Dach des BBV-Kreisverbandes organisiert. Vorsitzender Heinz Lämmermann und BBV-Kreisobmann Günther Felßner nutzten die jüngste Informationsveranstaltung in Kainsbach, um weitere Jagdgenossenschaften zum Beitritt zu bewegen. „Es geht vor allem um Gemeinsamkeiten“, ergänzte Elmar Schmidtmeyer vom Landwirtschaftsamt in Hersbruck.
Zentrales Thema des Abends war die revierübergreifende Bewegungsjagd. Darüber informierten Johanna Zintl und Michael Müller, angestellter Jäger im Eigenjagdrevier der Jagdgenossenschaft Deckersberg, Hartenberg, Vorderhaslach. Müller hat dort bereits seit vielen Jahren revierübergreifende Drückjagden organisiert, die vor allem das Schwarzwild dezimieren sollen. Ein weiteres Kriterium ist, dass die durch den Klimawandel notwendige Naturverjüngung des Waldes mit klimatoleranten Mischbaumarten nur gelingen kann, wenn Wild und Wald im Gleichgewicht sind.
Die Bewegungsjagd gewinne daher immer größere Bedeutung. Eine solche Jagd wird nur ein Erfolg, wenn an den Grenzen eines Jagdreviers nicht Schluss ist. „Sicherheit ist das oberste Gebot“, bekräftigte Müller. Während der Jagd sollte niemand unbefugt in den Revieren unterwegs sein. Er appellierte an Jagdgenossen und Jagdvorsteher, „unwillige Jagdpächter zu motivieren“. Mit der Freigabe von Rehwild könne gleichzeitig dieser Bestand reguliert und der Abschussplan erfüllt werden. Hier sollte man das Jagdgesetz im Hinblick auf eine praxisnahe Regelung entsprechend ändern. Felßner sagte zu, sich dafür einzusetzen.