Diskussion

Für die Landwirtschaft einsetzen

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Redaktion Wochenblatt
am Montag, 09.08.2021 - 09:31

Die Bundestagskandidaten des Wahlkreises Kitzingen-Schweinfurt und die Vertreter des BBV der Landkreise Kitzingen und Schweinfurt tauschten sich aus.

Hambach/Lks. Schweinfurt Auf dem Betrieb des Schweinfurter BBV-Kreisobmanns Michael Reck trafen sich die Bundestagskandidatinnen und -kandidaten des Wahlkreises Kitzingen-Schweinfurt und die Vertreter des BBV der Landkreise Kitzingen und Schweinfurt zu einem gemeinsamen Gespräch. Der Einladung waren neben der CSU-Bundestagsabgeordneten Anja Weisgerber, auch die Kandidaten Markus Hümpfer (SPD), Nicolas Lommatzsch (Bündnis90/Grüne), und Andrea Graham (Freie Wähler) gefolgt. Klaus Ernst (Die Linken) konnte terminbedingt nicht teilnehmen, wurde aber von Simone Barrientos aus dem Wahlkreis Würzburg vertreten.

Als Gesprächsgrundlage dienten die Wahlanliegen des BBV, die in zehn Kernforderungen u. a. zur Tierhaltung, Energiewende und zur Agrarpolitik manifestiert sind. Zu jeder dieser Forderungen, wurden seitens der Kreisvorstandschaft entsprechende Fragen und Forderungen an die Kandidaten gerichtet.
BBV-Kreisobmann Reck sagte, dass die Wahrung des Eigentums eine entscheidende Rolle für die Zukunft der Bauernhöfe sei. „Grund und Boden müssen endlich geschützt werden. Wir brauchen einen Bewusstseinswandel und fordern eine deutliche Reduzierung des momentanen Flächenentzugs. Hier geht es nicht nur um die Existenzgrundlage der Bauernfamilien, sondern um unser aller Heimat.“
Der Kitzinger BBV-Kreisobmann Alois Kraus forderte: „Bei den geplanten Maßnahmen zur Ökoregelung müssen unter anderem die Anrechnung von kleinstrukturierten Flächenverhältnissen, einfache und einzelflächenbezogene Maßnahmen und eine verwaltungsmäßig einfache Förderkonzeption mit Pauschalen und einem einzelbetrieblichen Eco-Scheme-Budget vorgesehen werden.“
Ein weiteres Anliegen war die drohende Bürokratie rund um die Definition des „Echten Landwirts“ in den Förderrichtlinien. „Einem möglichen Ausschluss von Neben- und Zuerwerbsbetrieben muss hier von vorneherein Einhalt geboten werden“, betonte Kraus weiter.

Welche Akzente setzt die Politik gegen das extreme Ungleichgewicht zwischen Landwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel? Wie kann der ländliche Raum gestärkt werden? Welche Vorstellungen haben die Parteien zur Umsetzung einer praxistaugliche Tierhaltung? Dies waren nur einige der weiteren Themen, zu denen die Kandidatinnen und Kandidaten in dem mehrstündigen Treffen ihre Ansichten vertraten.

Ein Artikel auf Grundlage einer Pressemitteilung des Bayerischen Bauernverbandes.