Generalversammlung

Für günstigen Versicherungsschutz sorgen

Versicherungsvereine-Brandfälle-Mfr_LF
Fritz Arnold
am Freitag, 08.10.2021 - 02:34

In der vorgelegten Bilanz steht für 2019 erstmals ein Fehlbetrag. Das lag insbesondere an einem Großschaden.

Ansbach Der Zusammenschluss der Versicherungsvereine für Brandfälle von Uffenheim, Buchheim, Hellmitzheim, Rothenburg und Feuchtwangen ist ein wesentliches Element dafür, dass den Mitgliedern ein kostengünstiger Versicherungsschutz geboten werden kann. Das ging aus den Zahlen hervor, die bei der Generalversammlung des Versicherungsvereins für Brandfälle Feuchtwangen und Umgebung vorgelegt wurden.

„Dies war auch ein Grund, dass der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit in der Lage war, seit 20 Jahren keine Beitragserhöhung durchführen zu müssen und der Beitrag bei 60 Cent pro 1000 Euro Versicherungssumme blieb“, betonte Vorsitzender Martin Schneider. Nach Angaben von Günther Lang als Vertreter der Brudervereine liege das wohl auch daran, dass die Vereine keine Organisation über sich haben, die Geld abzwacken und ihr Geschäft überschaubar sei.

Mitgliederzahl stieg stark an

Die ersten Versicherungsvereine im westlichen Mittelfranken waren nach dem ersten Weltkrieg gegründet worden, um sich gegenseitig zu helfen, wenn auf Bauernhöfen Feuer bittere Not zur Folge hatte. Der Versicherungsverein Feuchtwangen und Umgebung war 1969 gegründet worden. Aus den 28 Mitgliedern mit einer anfänglichen Versicherungssumme von drei Millionen ist in 51 Jahren eine Versicherungssumme von 359 Mio. € (Vorjahr 349 Mio. €) geworden. Die Zahl der Mitglieder stieg auf 1116. Inzwischen reicht das Einzugsgebiet von Dietenhofen und Oberdachstetten bis nach Dinkelsbühl.

In der wegen Corona für zwei Jahre von Geschäftsführer Jürgen Seifert vorgelegten Bilanz steht für 2019 erstmals ein Fehlbetrag von 98 646 €, der insbesondere auf einen Großschaden im Hellmitzheimer Verein zurückzuführen war. Die Summe wurde der Rücklage entnommen, der Jahresüberschuss aus dem Jahr 2020 in Höhe von 50 752 wieder zugeführt, so dass jetzt eine Sicherheitsrücklage von 4,014 Mio. € vorhanden ist.

Risikostreuung ist bedeutsam

Wie wichtig die Risikostreuung durch die Mitversicherung ist, zeigen die Schadenszahlen der einzelnen Vereine in den beiden letzten Jahren: Uffenheim 65 737 € in 2019/16 764 € in 2020, Buchheim 57 647 €/217 810 €, Hellmitzheim 647 083 €/25 322 €, Rothenburg 49 725 €/6975 €, Feuchtwangen 210 535 €/204 444 €.

Zusammengenommen beliefen sich die Schäden aller fünf Versicherungsvereine 2019 auf 1,03 Mio. € und 2020 auf 471 317 €. Die Versicherungssumme aller rund 6000 Mitglieder beläuft sich auf rund 1,73 Mrd. €.

Die Versicherungssummen verteilen sich wie folgt: Uffenheim 505 Mio. €, Buchheim 390, Feuchtwangen 359, Rothenburg 269 und Hellmitzheim 215 Mio. €. Vorsitzender Martin Schneider empfahl, die Versicherungsscheine darauf hin zu überprüfen, ob genügend hohe Summen zur Vorsorge und für Aufräumkosten vorgesehen sind.

Für 47-jährige Tätigkeit als Vertrauensmann und viele Jahre als Schadensschätzer wurde Hans Dietrich aus Brünst geehrt, Emil Deffner aus Dentlein wurde für 20 Jahre als Vertrauensmann ausgezeichnet. Zur Ehrung nicht anwesend sein konnten die ausgeschiedenen Vertrauensmänner Hans Daubinger aus Spielberg (47 Jahre) und Friedrich Ebert aus Bieberbach (50 Jahre). Für Werner Rück (Gerbersdorf), der nicht mehr kandidierte, wurde Gerhard Probst aus Oberampfrach in den Vorstand gewählt.