Bildung

Für den Berufsstand gemeinsam eintreten

Abs-Landwirtschaftsschule-Schweinfurt_LF
Silvia Eidel
am Donnerstag, 11.11.2021 - 07:48

Die unterfränkische Landwirtschaftsschule verabschiedet neun erfolgreiche Absolventen. Sie absolvieren auch die Meisterprüfung.

Schweinfurt „Wer Angst hat vor der Zukunft, hat keine Zukunft.“ Dieses Motto gaben sich die neun Absolventen der unterfränkischen Landwirtschaftsschule in Schweinfurt. Ihre Absicht dabei: Trotz zahlreicher Krisen wollen sie sich den Herausforderungen stellen.

Nicht nur zuschauen, sondern aktiv zupacken, Krisen angehen, eigenständig denken und handeln und sich nicht durch Angst lähmen lassen: So lauteten bei einer nachgeholten Abschlussfeier in der Schweinfurter Sankt Kilianskirche die Appelle an die neun „Staatlich geprüften Wirtschafter für Landbau“. Die acht jungen Männer und eine Frau, die im März ihren Abschluss machten, absolvieren auch alle die Meisterprüfung.

Die Stärken und Schwächen analysieren

Dabei analysieren sie im Rahmen ihrer Meisterarbeit die Stärken und Schwächen des eigenen Betriebs und erarbeiten Ziellösungen, erklärte Klaudia Schwarz, Leiterin des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Schweinfurt. Zwei Arbeiten stellten die Absolventen selbst vor: die Möglichkeit einer Pilzzucht als zweites Standbein und die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben in der Ferkelerzeugung.

Respekt für ihre Arbeit zollte den jungen Leuten Schulleiter Joachim Dömling. Schweinfurts Landrat Florian Töpper rief die Absolventen dazu auf, sich für ihren Berufsstand in Gesellschaft und Politik einzubringen. In Unterfranken gebe es noch überschaubare Strukturen mit enger Verbindung zur Bevölkerung. Angesichts vieler Umbrüche, in der Politik, etwa wegen des Klimawandels, sollten die Absolventen offen für Neues sein, appellierte Peter Schwappach von der Regierung von Unterfranken.

Gerade Corona habe gezeigt, wie wichtig die heimische Landwirtschaft für die Versorgung der Bevölkerung ist, sagte der stellvertretende BBV-Bezirkspräsident Alois Kraus. In einer veränderten Gesellschaft müssten sich die Landwirte aber nicht verstecken. Schließlich würden sie mit ihrem Pflanzenbau CO2 binden und für die Pflege der Landschaft sorgen.

Unterstützung durch Fortbildungen

Er erfahre immer wieder Resignation bei vielen Landwirten, meinte vlf-Bezirksvorsitzender Matthias Ruß. Sie seien es leid, als Spielball der Politik benutzt zu werden. Der vlf stehe mit Fortbildungen zur Seite, sagte er, als er die Absolventen in den Verband aufnahm.

Den Dank der Studierenden an ihre Ausbilder drückte Oliver Huth aus. Auszeichnungen und Preise erhielten die drei besten Absolventen Christian van Eckert (Mellrichstadt), Stefanie Ascherl (Nüdlingen) und Oliver Huth (Kreuzwertheim-Unterwittbach).