Öffentlichkeit

Fragt euren Bauern

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Gabi Bertram
am Montag, 05.08.2019 - 13:32

Unter dem Motto „Frag euren Bauern, redet mit ihm und nicht über ihn“ hatte der BBV-Kreisverband Coburg gleich zweimal zur Flurbegehung eingeladen, nach Elsa und nach Ottowind im Landkreis Coburg.

Ottowind/Lks. Coburg - Gastgeber in Ottowind war Hans Rebelein, Geschäftsführer des Bayerischen Bauernverbandes, Landwirt und Jäger, der zur Flurbegehung 16 interessierte Bürger begrüßen konnte. Zunächst gab Rebelein einen kurzen Rückblick in die landwirtschaftliche Vergangenheit des Ortes. In den 80er-Jahren gab es etwa 15 Milchviehbetriebe, 13 Schweinehaltende Betriebe, insgesamt 35 landwirtschaftliche Betriebe, davon etwa 20 Vollerwerbsbetriebe. Heute sind es noch 14. Ein Vollerwerbsbetrieb und zwei Betriebe halten noch Rinder, vier sind Ökobetriebe. Seit einigen Jahren gibt es keine Milchkuh mehr im Dorf. Naturbedingt hat der Ort kalkreiche, zum Teil steinreiche Böden. Die sehr mageren Böden eignen sich besonders für Naturschutzflächen.

Das Motto, den Bauern fragen und mit ihm reden, nahmen einige Teilnehmer wörtlich und stellten viele Fragen, so dass die Flurwanderung am Ende zweieinhalb Stunden dauerte. Gezeigt wurden die verschiedenen Feldfrüchte, die angebaut werden. Vor allem Getreide in den verschiedensten Formen – von Dinkel über Weizen bis zum Emmer, aber auch Zuckerrüben, Mais, Erbsen, Klee oder Kartoffeln zur Selbstversorgung. Ob konventionell oder Bio, das Miteinander unter den Landwirten funktioniert, meint Rebelein.
Auf der Flurwanderung konnten sich die Teilnehmer auch davon überzeugen, dass die Landwirte viel für die Natur tun. Zwischen Maisäckern und Getreideäckern sind Blühstreifen, auf schlechteren Lagen oder steinigeren Flächen wurden aber auch Rebhuhnflächen angelegt. Susanne Bosecker, Ortsbäuerin von Ottowind und mitverantwortlich für das Rebhuhnprojekt der Ökologischen Bildungsstätte, erklärte den Teilnehmern dieses Projekt anschaulich. Die einzelnen Getreidearten wurden angesprochen, gefragt, wie beispielsweise der Anbau von Weizen funktioniert und wo die Probleme liegen. Gabriele Bertram
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