Abschluss

Nicht einfach, aber einmalig

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Stephan Herbert Fuchs
am Montag, 15.10.2018 - 10:19

Freisprechungsfeier für Landwirtschaftsabsolventen aus vier Landkreisen

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Himmelkron/Lks. Kulmbach 54 Landwirte aus den vier Landkreisen Bayreuth, Hof, Kulmbach und Wunsiedel haben bei der Freisprechungsfeier für den Ausbildungsbezirk Oberfranken-Ost in Himmelkron ihre Zeugnisse und Urkunden erhalten. 36 von ihnen haben die reguläre duale Ausbildung, also eine dreijährige Lehre absolviert, 18 sind über das „Bildungsprogramm für Landwirte“ (Bila) zur Prüfung zugelassen worden. Letztere gelten als klassische Seiteneinsteiger, haben bereits eine Berufsausbildung und mussten vorher eine Praxiszeit ableisten. Sie haben zwei Winterhalbjahre lang jeweils zwei Mal pro Woche die Schule besucht und mussten am Ende die gleiche Prüfung ablegen wie die regulären Azubis. Unter anderen waren diesmal ein Anlagenmechaniker, mehrere Kfz- und Konstruktionsmechatroniker, ein Maschinenbau- und ein Fahrzeugtechnikingenieur, ein Schornsteinfeger und sogar ein ausgebildeter Kirchenmusiker unter den erfolgreichen Absolventen.

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Damit hätten 92 % aller Teilnehmer bestanden, sagte der neue Prüfungsausschussvorsitzende Alexander Wölfel aus Kulmbach. Den Notendurchschnitt aller Absolventen, die bestanden haben, bezifferte er auf 2,54. Gleichzeitig habe es aber auch noch nie zuvor so viele erfolgreiche mit einer 1 vor dem Komma gegeben. Prüfungsbeste waren Johannes Maryniak (Helmbrechts) und Kilian Lang (Hallerstein), beide aus dem Landkreis Hof und beide mit der Note 1,24.

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Eine gute Ausbildung bezeichnete der stellvertretende Leiter des federführenden Amtes für Landwirtschaft in Bayreuth, Georg Dumpert, als wesentliche Grundlage, um die Herausforderungen des künftigen beruflichen Alltags zu meistern. „Und diese Herausforderungen werden bestimmt nicht weniger“, sagte er.

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Landwirt sei kein einfacher Beruf, aber ein einmaliger, so Rudi Steuer, Vorsitzender des Verbandes landwirtschaftlicher Meister und Ausbilder (VLM) in Oberfranken. Landwirte erzeugten nicht mehr nur Nahrungsmittel, sondern durch die Gelder aus der gemeinsamen Agrarpolitik seien sie auch dazu verpflichtet, für den Tier- und Naturschutz und das Erreichen der Klimaziele zu sorgen. Steuer gab schließlich auch zu bedenken, dass bayernweit jeder siebte Arbeitsplatz mit der Landwirtschaft zusammenhänge. Jeder denke an Autos und Maschinenbau, wenn von Bayern als Wirtschaftsmacht die Rede sei. Doch auch die Landwirtschaft gehöre dazu, zumal die von den Bauern gepflegte Kulturlandschaft den Freistaat so einmalig macht.

Für die Prüfungen seien heuer 110 ehrenamtliche Prüfer unterwegs gewesen, sagte der Ausschussvorsitzende Wölfel. Eine praktische Prüfung dauere im Schnitt immerhin zweieinhalb Stunden. Einige der Prüfer, die viele Jahre, teils Jahrzehnte mitgewirkt hatten, sind diesmal ausgeschieden, sie wurden deshalb besonders geehrt. Dabei handelt es sich um Herbert Just (Bayreuth), Thomas Kleiner (Gattendorf), Günter Martin (Rehau), Horst Reichel (Kirchenlamitz), Rudolf Scholz (Rehau), Dietmar Wehrfritz (Eggenreuth) und Hans Weidinger (Betzenstein).