Rechtsstreit

Zu breiter Mähdrescher kann nicht zurückgegeben werden

Getreide
Philipp Seitz
am Mittwoch, 20.01.2021 - 05:11

Ein Streit um den Kauf eines über 3,80 Meter breiten Mähdreschers hat nun das Landgericht Nürnberg-Fürth beschäftigt.

Nürnberg -  Ein Landwirt hatte einen gebrauchten Mähdrescher erworben, welcher deutlich über drei Meter breit ist. Erst nach dem Vertragsabschluss stellte der Landwirt bei einer Messung fest, dass der Mähdrescher 3,88 Meter breit ist. Ab einer Breite von 3,50 Meter kann in Bayern jedoch keine Erlaubnis zum Fahren auf einer öffentlichen Straße erteilt werden.

Der Landwirt verklagte den Käufer deshalb wegen arglistiger Täuschung und wollte die über 86.000 Euro teure Maschine wieder zurückgeben. Das Gericht stellte jedoch fest, dass der Käufer den Mähdrescher nicht zurückgeben kann. Der Kläger sei nicht arglistig getäuscht worden, sondern habe sich darüber vergewissern müssen, wie breit der Mähdrescher ist und diesen sofort vermessen müssen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.