Fischzucht

Bio in der Teichwirtschaft?

Bio-Karpfen
Fritz Arnold
am Montag, 02.12.2019 - 10:07

Bei der Eröffnung der Fisch & Wildtage kam das Thema Bio-Karpfen zur Sprache.

Feuchtwangen/Lks. Ansbach - Biolandwirtschaft ist in aller Munde. Warum nicht auch die Teichwirtschaft auf Bio umstellen? So kam das Thema Bio-Karpfen bei der Eröffnung der Fisch & Wildtage zur Sprache. Dr. Melanie Hauber-Dubs vom Verband Naturland zeigte in einem Vortrag die Potenziale und Herausforderungen auf.

Auch die örtlich zuständigen Fachleute wie Dr. Martin Oberle von der Außenstelle Karpfenzucht der Landesanstalt für Landwirtschaft in Höchstadt und Hans Hausmann aus Altendettelsau, Vorsitzender im bayerischen Karpfenausschuss, zeigen sich aufgeschlossen. Um hier voranzukommen, sollte nicht nur eine Umstellungsbeihilfe, sondern auch eine Flächenprämie wie im Bioanbau in der Landwirtschaft gezahlt werden, meint Hans Hausmann. Größtes Hemmnis ist derzeit, dass es keine Biosatzfische gebe, sagte Dr. Melanie Hauber-Dubs. Eine der Voraussetzungen sei, dass kein tierisches Eiweiß gefüttert werde.

Die Absatzchancen schätzt die Rednerin vom ökologischen Anbauverband als durchaus gut ein. Denn es steige die Anzahl zertifizierten Biohotels und in der Gastronomie. Auch steige die Außerhausverpflegung in Kantinen und Mensas. Letztlich hänge die Wirtschaftlichkeit am Verhältnis zu den Abnehmern, weshalb eine Bildung von Erzeugerorganisationen nötig wäre, um die Liefersicherheit zu gewährleisten. Auch müsse eine Verarbeitung eingebunden werden.