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Ausbildung

Berufsschule: Zeugnis kam per Post

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Externer Autor
am Mittwoch, 12.08.2020 - 10:54

31 Absolventen der Landwirtschaftsschule Coburg haben sich Wissen und Fähigkeiten angeeignet.

Der Großteil von ihnen ging den klassischen Weg der dualen Ausbildung und hat sich in Berufsschule und Lehrbetrieb sein Wissen und Können angeeignet. Für zehn von ihnen ist es aber bereits der zweite Beruf. Ungefähr ein Jahr drückten sie nach Feierabend die Schulbank. Im Kursangebot Bildungsprogramm Landwirt (BiLa) am Landwirtschaftsamt im Bamberg wurde ihnen das nötige Know-how vermittelt.

An zwei Prüfungstagen mussten sie ihr Wissen und Können in Tierhaltung, Pflanzenbau aber auch in Wirtschafts- und Sozialkunde unter Beweis stellen. „Alle haben sich in Theorie und Praxis wacker geschlagen“, betont der Prüfungsausschussvorsitzende Holger Heilingloh.
Dieses Jahr musste die Freisprechungsfeier abgesagt werden. Die Zeugnisse gingen per Post an dieAbsolventen. „Dies sollte aber keineswegs die Anerkennung der Leistungen und das Engagement aller an der Ausbildung Beteiligten schmälern“, meinte Bildungsberater Klaus Reininger.
Wichtig für unseren landwirtschaftlichen Berufsnachwuchs sind natürlich in erster Linie die Berufsschule und die Ausbildungsbetriebe. Aber ohne engagierte Prüfer und die Betriebsleiter, die ihren Hof für die Prüfung bereitstellen, kann die Ausbildung nicht abgeschlossen werden. Reininger ist froh, dass sich die Bauern Zeit fürs Prüfen genommen haben, obwohl heuer in der Prüfungswoche bei den meisten Betrieben eigentlich Heuernte oder das Silieren oberste Priorität hatten.

Die drei Besten

Die drei Besten haben alle den Weg der dualen Ausbildung gewählt. Magnus Kempfle aus Günzburg schloss mit der Traumnote 1,19 ab. Der Schwabe kam nach Oberfranken, um auf dem Biobetrieb der Familie Weiß aus Laibarös seine Ausbildung abzuschließen. Für ihn ist die Ausbildung die praktische Grundlage für das Studium Agrarbiologie in Hohenheim.
Patrick Sämann (1,84) steigt in den elterlichen Zucht- und Mastschweinebetrieb ein und möchte sich ab nächstem Jahr in der Landwirtschaftsschule in Coburg zum Meister fortbilden. Maximilian Platsch (2,09) aus Herreth hat seine Ausbildung auf Gut Merkendorf bei Familie Porzelt absolviert. Auch er möchte die Landwirtschaftsschule besuchen.
Wer sich zum Wirtschafter oder Meister fortbilden will und nächstes Jahr mit der Landwirtschaftsschule starten möchte, sollte ab September das Praxisjahr besuchen. An rund zehn Schultagen und mit kleinen Projekten werden die Schüler auf den Unterricht vorbereitet, gibt Anton Weig, Lehrer für Pflanzenbau, den jungen Leuten mit auf dem Weg.