Ausbildung

Beruf Landwirt: Nicht einfach, aber lohnenswert

Absolventen
Stephan Herbert Fuchs
am Donnerstag, 28.11.2019 - 08:45

Abschlussfeier für 37 erfolgreiche Absolventen in West-Oberfranken.

Absolventen

Grub am Forst/Lks. Coburg - 39 künftige Landwirte aus Oberfranken-West hat das dafür zuständige Amt für Landwirtschaft Coburg feierlich verabschiedet. 22 davon haben die normale Regelausbildung absolviert, die übrigen 17 haben am Bildungsprogramm Landwirt (BiLa) teilgenommen. Das heißt die 17 BiLa-Absolventen haben bereits einen Berufsabschluss in der Tasche, sei es als Fleischer, Gärtner, Ingenieur, Kauffrau, Mechaniker oder Mechatroniker.
sschussvorsitzender Holger Heilingloh auf 2,86. Prüfungsbeste sind Adrian Becker aus Coburg, Julian Kroll aus Viereth und Anne Tutsch aus Selbitz.

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Sein Verständnis für den derzeitigen Frust der Landwirte äußerte der neue Coburger Landrat Sebastian Straubel in seiner Festrede. „Ich kann das gut nachvollziehen und teilen“, sagte er. Die Bauern müssten höchste Standards an den Tag legen, kaum eine Branche werde so reglementiert wie die Landwirtschaft und trotzdem würden sie nicht selten als Buhmänner dargestellt. Als Grund sah der Landrat die gestiegenen gesellschaftlichen Ansprüche und das völlig verzerrte Bild der Landwirtschaft in vielen Köpfen.

Landwirtschaft

Den Absolventen machte Straubel trotzdem Mut. „Sie haben sich keinen einfachen, aber einen lohnenswerten Weg ausgesucht“, sagt er zu ihnen. Mit ihren erworbenen Kenntnissen seien die jungen Leute allerbestens für die Zukunft gerüstet.

„Ohne hervorragend ausgebildeten Berufsnachwuchs ist keine zukunftsfähige Landwirtschaft möglich“, sagte Harald Weber, Leiter des Amtes für Landwirtschaft in Coburg. Er bezifferte die Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe in den vier Landkreisen Bamberg, Coburg, Forchheim und Lichtenfels auf rund 6000. Da seien gute Leute notwendiger denn je.

Landwirt

„Der Berufsstand hält zusammen, vor allem die Jüngeren treten an, um weiterzumachen“, so der stellvertretende Coburger BBV-Kreisobmann Wolfgang Schultheiß mit Blick auf die zurückliegenden Großdemonstrationen. Martin Faber, stellvertretender Bezirksvorsitzendender des Verbandes für landwirtschaftliche Fachbildung, bescheinigte den jungen Leuten großen Mut. Er rief aber auch dazu auf, nicht alles so ernst zu nehmen. Geschimpft worden sei schon immer, früher hinter dem Vorhang, heute in den sozialen Medien.

Neun der erfolgreichen Teilnehmer kommen aus Stadt und Lks. Lichtenfels, sieben aus Stadt und Lks. Coburg und jeweils sechs auch den Lks.en Bamberg und Forchheim. Die übrigen kommen aus Ostoberfranken, jeweils zwei aus Unter- und aus Mittelfranken. Die Durchschnittsnote bezifferte der Prüfungsau