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Kampagne

Aktiv für die Landwirtschaft werben

BBV-KRO-Feldrandschilder_LF
Karl-Heinz HofmannKarl-Heinz Hofmann
am Sonntag, 06.06.2021 - 14:26

Mit Feldrandschildern klärt der BBV Kronach über die landwirtschaftliche Produktion in der Region und deren Stellenwert auf.

Kronach Der BBV Kreisverband Kronach ergreift besondere Maßnahmen, um auf die Bedeutung der Landwirtschaft für die Menschen in der Region aufmerksam zu machen. Nach der im vergangenen Jahr durchgeführten Kampagne „Grüne Kreuze“, will man nun anhand von Feldrandschildern mit vielen Informationen zu landwirtschaftlichen Produkten auf die Vielfältigkeit der bayerischen Landwirtschaft und vor allem auf gesunde Nahrungsmittel von heimischen Bauern aufmerksam machen. Unweit vom Kreisel in Gundelsdorf in Richtung Friesen wurde wenige Meter von der Kreisstraße KC 25 entfernt, an dem dort nach Kronach verlaufenden Wander- und Radweg, eine kleine Informationsstrecke mit Informationsschildern errichtet.

Kreisobmann, Erwin Schwarz und Kreisbäuerin Rosa Zehnter mit ihren jeweiligen Stellvertretern, Klaus Siegelin und Marina Herr, stellten zusammen mit Harald Köppel, BBV-Geschäftsführer Bayreuth-Kronach-Kulmbach, die Schilder auf, die als kleine Informationsroute für aufmerksame Radfahrer und Wanderer gilt. „Mit dem Aufstellen von Feldrandschildern versuchen wir, Verständnis für die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern auf den Feldern zu wecken und zudem den Wert der heimischen Landwirtschaft für den Verbraucher deutlich zu machen“, erklärten die BBV-Vertreter.

Schnelle Informationen für die Verbraucher

Viele Verbraucher rätseln beim Spazierengehen: Was wächst hier eigentlich? Die Feldrandschilder sollen nun die Kulturen kurz erklären und erläutern. Es sind sechs Schilder, die vor den Toren von Kronach, quasi am Fuße der Festung Rosenberg, kurze Informationen geben, die Anlass bieten sollen, mit Landwirten ins Gespräch zu kommen. Die Landwirte erklären Interessierten gerne, welche Frucht welche Besonderheiten hat was es mit einer Fruchtfolge auf sich hat. Außerdem wollen sie aufzeigen, was die heimische Landwirtschaft für die Artenvielfalt alles tut.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Raps. Hier finden Insekten viel Nahrung auf engsten Raum, weiterhin ist der Boden über den Winter bedeckt und schützt vor Erosion. Aber auch Blühflächen, Flächenstilllegungen und Grünland sind wichtige Bausteine für den Artenschutz und bieten Insekten und Vögeln Nahrung. Das Gras auf dem Grünland ist ein wertvolles Futter für die Tiere. Die Bauern bitten daher eindringlich darum, das Gras nicht durch Müll und Hundekot zu verunreinigen. Die Schilder informieren mit den Titeln „Wir machen Ölfelder“, „Wir machen Gras zu Genuss“, „Wir machen Brötchen am Halm“ und „Wir machen Essen – mit Sicherheit“ – aber auch mit der Aufschrift „Wir machen keine Hundefelder“.

Ein auffälliger Blickfang am Wegesrand

Die Schilder bieten so einen Blickfang am Wegesrand und sensibilisieren mit sinnvollen und für den Verbraucher wertvollen Informationen über die Blüten und Früchte auf Acker, Wiese und Feld. In unmittelbarer Nähe ist auch das Grüne Kreuz aus einer vorangegangenen Kampagne. Es gilt als Mahnzeichen gegenüber Politik und Gesellschaft und dient als Aufruf für den Verbraucher, der zum Nachdenken anregen soll.