Austausch

Auf die Afrikanische Schweinepest vorbereiten

Afrikanische Schweinepest
BLW
am Montag, 08.02.2021 - 10:07

Der Bauernverband Main-Spessart steht im Dialog mit Landrätin Sabine Sitter. Gewünscht wird auch eine deutliche Intensivierung der Schwarzwildbejagung.

Nachdem Präsenztermine und auch die schon im letzten Jahr geplante Landkreisrundfahrt nicht möglich waren, führte der Bauernverband Main-Spessart unter Führung von Kreisobmann Reinhard Wolz eine Videokonferenz mit Landrätin Sitter durch. Auf der Tagesordnung standen Themen wie die Afrikanische Schweinepest, Schwarzwildbejagung, Biosphärenreservat und Genehmigung von Bauvorhaben. Die Landrätin brachte auch gleich Susanne Linsmeier mit, die neue Abteilungsleiterin für Naturschutz, Veterinärwesen und Abfallwirtschaft. In dem rund einstündigen Erfahrungsaustausch brachte die Vorstandsschaft Wünsche und Erfahrungen der landwirtschaftlichen Betriebe im Landkreis Main-Spessart zum Ausdruck.

In einem breiten Austausch wünscht sich der Bauernverband eine gute Vorbereitung auf die Gefahren durch die Afrikanische Schweinepest (ASP). Zum Thema ASP ist bereits eine weitere Videokonferenz geplant. Außerdem fordert der Bauernverband eine deutliche Intensivierung der Schwarzwildbejagung, denn der Raum Main-Spessart ist Schwarzwildhotspot in Bayern.

Mehrere Anregungen mitgegeben

Auch Verbesserungen bei der Genehmigung von Bauvorhaben wurden gefordert. Gerade bei Bauvorhaben sollen die zuständigen Sachbearbeiter in einer ersten Sichtung auf eventuell fehlende Unterlagen hinweisen, verlangt der Bauernverband. Damit die interne Prüfung durch das Landratsamt schneller geht, empfehlen alle Beteiligten, mehrere Baumappen anfertigen zu lassen und diese zur gleichen Zeit an die zuständigen Abteilungen weiter zu geben.

Die Afrikanische Schweinepest ist ungefährlich für Menschen, aber eine Bedrohung für die Landwirtschaft und Schweine. Hier sehen Sie einen Erklärfilm vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft:

Dem neu diskutierten Biosphärenreservat steht der Bauernverband kritisch gegenüber. Hier sieht der Bauernverband zahlreiche Einschränkungen und Gefahren auf die Grundbesitzer und Bewirtschafter zukommen. Schließlich lassen sich Schädlinge wie beispielsweise der Borkenkäfer nicht auf die geschützten Bereiche eingrenzen. Auch die Gefahr, dass sich in solchen Bereichen der Wolf ansiedeln könnte und damit die gesamte Weidehaltung in Frage gestellt wird sieht der Bauernverband genauso wie die Fragestellung, wie es mit den Holzrechten weiter gehen soll. 

Landrätin Sitter freut sich über den konstruktiven und intensiven Austausch und will diesen weiterhin fortsetzen.