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Jubiläum

AELF Roth feiert 100-Jähriges

Landwirtschaftsamt
AELF Roth
am Dienstag, 25.10.2022 - 09:56

Das AELF hat zusammen mit der Landwirtschaftsschule in Roth kürzlich das 100-jährige Jubiläum gefeiert. Dabei wurde ein Blick auf die lange Geschichte des Amts geworfen, wie es in einer Mitteilung hierzu heißt.

Roth - Beim anschließenden „Tag der offenen Tür“ konnten sich die Gäste informieren. Hubert Bittlmayer, Amtschef des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums, sagte in seiner Festrede: „Manches ist geblieben, manches hat sich gewandelt.“

1922 wurde in Roth die Landwirtschaftsstelle mit Landwirtschaftsschule gegründet. Die Nachkriegszeit des 1. Weltkriegs war geprägt von Hunger. Heutzutage würden die Auswirkungen des Kriegs und des Klimawandels beim Blick auf die Felder deutlich. „Heutzutage hat jeder zu allem eine Meinung – wenn auch nicht immer Ahnung“, sagte Bittlmayer.

Besonders viel Energie in Aufklärung investieren

Die zukünftigen Generationen der Landwirtschaft müssen daher besonders viel Energie in gute Aufklärung und Pressearbeit investieren. Das sehen Kreisbäuerin Monika Volkert und BBV-Kreisobmann Manfred Dorner genauso. „Rechnen und wirtschaften können die Landwirtinnen und Landwirte einwandfrei. Aber was bringt das, wenn keiner versteht, was gemacht wird?“, fragte Dorner. Mehr Öffentlichkeitsarbeit müsse her, für die Mitte der Gesellschaft.

Auch die Hauswirtschaft sollte wieder mehr gestärkt werden, findet Monika Volkert. Denn gesunde Ernährung und das Wissen einen guten, ökologischen Haushalt zu führen, könne jeder brauchen. „Gemeinsam sind wir stark und gemeinsam werden wir die Herausforderungen der Zukunft bewältigen“, sagte Behördenleiter Hans Walter, der zum Festakt rund 100 geladene Gäste begrüßt hatte. Landrat Herbert Eckstein, Regierungspräsidentin Dr. Kerstin Engelhardt-Blum sowie Bundestagsabgeordnete, zahlreiche Bürgermeister, Vertreter von Vereinen und Verbänden, Kollegen und Behördenleiter anderer Ämter und ehemalige und derzeitige Mitarbeiter waren gekommen. Der Behördenleiter betonte, dass man mit der Feier ein Zeichen des Dankes an alle senden wolle, die das Amt und die Schule zu einem wichtigen Dienstleistungszentrum gemacht haben.

Rund um die Landwirtschaft

Über viele der angesprochenen Themen konnten sich die Besucher informieren: Vom Wald der Zukunft, über Getreidearten, Wertschöpfungsketten, Kleiderkonsum, Tierwohl bis hin zum Herdenschutz. Rund um das Landwirtschaftszentrum in der Johann-Strauß-Straße wurden Stände, Zelte und Marktwägen aufgebaut. Für das leibliche Wohl sorgten der Verband landwirtschaftlicher Fachbildung mit einem Kuchenverkauf, mehrere Direktvermarkter, sowie die Mitarbeiter des Amts und die Studierenden der Schule mit Kostproben – wie mit einem Reheintopf, der sich großer Beliebtheit erfreute.