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Antragswesen

Zentrum für satellitengestützte Flächenüberprüfung

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Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Montag, 29.11.2021 - 16:08

Bund und Ländern haben eine Zentralstelle aus der Taufe gehoben, die satellitengestützt alle Flächendaten automatisiert überprüft.

Big Brother rückt näher: Das Zentrale Kompetenzzentrums Flächenmonitoring (ZKF) wird künftig die Anwendung eines satellitengestützten Flächenüberwachungssystems koordinieren. Mit Hilfe von Copernikus-Satellitendaten werden alle landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland in regelmäßigen Abständen automatisiert überprüft. Die Ergebnisse sollen sowohl die Agrarverwaltungen der Länder als auch die Landwirte als Antragsteller nutzen können, um mögliche Abweichungen von den Angaben in den Förderanträgen zu klären. Das ZKF wird die generierten Daten aufbereiten und den Verwaltungen zur Verfügung stellen, unter anderem

  • zum Biodiversitätsmonitoring,
  • zur Umwelt- und Klimaberichterstattung,
  • zum Wirkungsmonitoring der Düngeverordnung und
  • zur Evaluation der Gemeinsamen Agrarpolitik.

In Bayern angesiedelt

Das ZKF wird im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten errichtet. Seine Gründung geht auf einen Beschluss der Agrarministerkonferenz vom 25. September 2020 zurück, um eine effiziente und bundeseinheitliche Umsetzung der EU-Vorgaben zu erreichen.

Hintergrund ist, dass gemäß der Verordnung über die Finanzierung, Verwaltung und Überwachung der Gemeinsamen Agrarpolitik im Rahmen des Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems (InVeKoS) ein automatisiertes Flächenmonitoringsystem einzuführen ist.