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Herkunftkennzeichnung

Zentrale Koordinationsstelle wirbt um Agrardialog

Josef koch
Josef Koch
am Donnerstag, 02.12.2021 - 09:17

Thema Herkunftskennzeichnung steht ganz oben auf der Agenda. Weiteres Verbände wollen bei Koordinationsstelle mitmachen.

Fleisch-Supermarkt

Den begonnenen, konstruktiven Dialog mit landwirtschaftlichen Vertretern des Agrardialogs setzt die Zentrale Koordinationsstelle Handel Landwirtschaft (ZHKL) fort. Dazu sind konkrete Angebote für die Beteiligung und Mitsprache gemeinsam erarbeitet worden, teilt die ZHKL mit. Zudem melden weitere Verbände Interesse an einer Teilnahme an.

Wie aus gut informierten Kreisen zu erfahren ist, soll der Agrardialog in der Steuerungsgruppe wie der Deutsche Bauernverband mit 3 Sitzen vertreten sein, ebenso will das Verbändebündnis neben 3 Vertretern von Genossenschaften mindestens auch 2 Vertreter aus der privaten Wirtschaft in der Steuerungsgruppe dabei haben.

Noch in diesem Jahr finden zwei gemeinsame Treffen der Arbeitsgruppe Schwein des Agrardialogs mit der ZKHL statt. Ziel der Treffen ist es, den aktuellen Sachstand festzustellen und gemeinsam den zukünftigen Fahrplan unter dem Dach der ZKHL zu erarbeiten. „Die bisherigen Ergebnisse des Agrardialogs können als Grundlage für unser gemeinsames Ziel, wirksame Verbesserungen in der Zusammenarbeit in der gesamten Lebensmittellieferkette zu erzielen, weiter ausgebaut werden. Effizienzgewinne und höhere Wertschöpfung können so allen Marktbeteiligten in der Lieferkette zugutekommen“, sagt Dr. Hermann-Josef Nienhoff, Geschäftsführer der ZKHL. „Die Expertise der Vertreter der Verbändegemeinschaft aus dem Agrardialog kann hierzu einen wichtigen Beitrag leisten.“

Taskforce Herkunftskennzeichnung

Die Koordinationsstelle wirbt weiter um die Einbindung des Agrardialogs. So würde man die Teilnahme von Vertretern aus der Verbändegemeinschaft Agrardialog in ihrem Steuerungskreis sowie den Arbeitsgruppen begrüßen, heißt es in Bonn.

Der Steuerungskreis, als zentrales Diskussions- und Entscheidungsgremium der ZKHL, hat indes seine Arbeit aufgenommen. Damit seien die Strukturen geschaffen, um neben anderen Arbeitsgruppen, die Taskforce für das wichtige Thema Herkunftskennzeichnung „Frische Lebensmittel aus Deutschland“ zu bilden.

Der ZKHL ist es dabei ein besonderes Anliegen die kommende Regierung mit der Fachexpertise der ganzen Kette, durch die Entwicklung eines einheitlichen, für alle Beteiligten leicht verständlichen Standards zu unterstützen und wirtschaftsseitig die pragmatische Umsetzung zu organisieren.

Weiteres Interesse von Verbänden

Daneben wollen sich weitere Verbände der ZHKL anschließen. So liegen dem Steuerungskreis Anträge auf Mitgliedschaft des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V. (ZDG) und der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch e.V. (VEZG) vor, zu denen er bei seiner Sitzung am Mitte Dezember eine Empfehlung aussprechen wird.

Derzeit besteht die ZHKL aus den acht Gründungsmitgliedern:

  • Deutscher Bauernverband (DBV),
  • Deutscher Raiffeisenverband (DRV),
  • Handelsverband Deutschland (HDE),
  • Bundesverband des Lebensmittelhandels (BVLH),
  • Handelsvereinigung für Marktwirtschaft (HfM),
  • Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO),
  • Wirtschaftswissenschaftliches Institut der Agrarwirtschaft (WWA) und
  • Verein information.medien.agrar (i.m.a).
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