Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Aus dem Bundestag

Wolfsmanagement: Bundesregierung äußert sich zu den Kosten

Der Wolf hinterlässt in Deutschland Spuren – und verursacht Kosten, etwa für die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW).
Thumbnail
Redaktion Wochenblatt
am Mittwoch, 25.01.2023 - 15:32

Neben den Betriebskosten der Dokumentations- und Beratungsstelle finanzierte der Bund auch Forschungen.

Berlin Nach der Kritik des Bundesrechnungshofes am Wolfsmanagement der Bundesregierung hatte die CDU/CSU-Fraktion eine Kleine Anfrage (20/5094) gestellt. Darin hatte die Fraktion auf das Ergebnis einer Untersuchung der Arbeit des DBBW hingewiesen, wonach die weitere Finanzierung durch den Bund anzuzweifeln sei. Die Union hatte daraufhin unter anderem nach den Kosten im Zusammenhang mit dem Wolf etwa für wissenschaftliche Begleitung und Forschung gefragt.

Aus der Antwort der Bundesregierung (20/5239) geht nun hervor, dass für den Betrieb der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) zwischen 2020 und 2022 jährlich Kosten in Höhe von 200.000 Euro entstanden sind.

Ein halbe Million Euro für Forschungen

Abgesehen von den Betriebskosten finanzierte der Bund demnach von 2015 bis 2019 auch Forschungen des DBBW zum Wolfsmanagement und -monitoring im Gesamtwert von rund 573.000 Euro.

Zudem unterstützte der Bund unter anderem das Nationale Referenzzentrum für genetische Untersuchungen bei Luchs und Wolf. Dabei entstanden laut Regierungsantwort in den Jahren 2021 und 2022 jährliche Kosten in Höhe von 80.000 Euro. Für den Betrieb des Bundeszentrums Weidetiere und Wolf wurden 2022 rund 215.000 Euro seitens der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung ausgegeben.

Mit Material von Deutscher Bundestag