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Umweltministerkonferenz

Wolf: Umweltminister sind zum Handeln aufgefordert

Wolfsrudel
Josef koch
Josef Koch
am Mittwoch, 23.11.2022 - 17:22

Bauernverband listet in einem Schreiben die wichtigsten Forderungen für die Konferenz der Umweltminister auf.

Seine wichtigsten Anliegen zum Treffen der Umweltminister der Bundesländer hat Deutsche Bauernverband (DBV) bekräftigt. Die Konferenz findet vom 23.11. bis 25.11 in Goslar (Niedersachsen) statt. Zudem plant ein Bündnis aus landwirtschaftlichen Verbänden am Rande der Umweltministerkonferenz Aktionen und eine Kundgebung, um auf die Anliegen der Landwirte aufmerksam zu machen. Nähere Details zu den DBV-Forderungen finden Sie im untenstehenden Download.

In einem Schreiben an die Amtschefinnen und -chefs der Länder erteilt DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken erneut dem europäischen Pflanzenschutz- und Naturschutzpaket eine Absage. Krüsken erhofft sich Rückenwind für die Forderung, den Kommissionsvorschlag zurückzuziehen. Das hatte er Anfang der Woche gefordert, als bekannt wurde, dass die EU-Behörde ihre Pläne anpassen will. Aus Sicht des DBV ändert sich trotz des neuen Diskussionspapieres nichts an der vorgebrachten Kritik, heißt es in dem Schreiben.

 

Aktives Bestandsmanagement beim Wolf gefordert

Politischen Handlungsbedarf sieht der DBV nach wie vor im Umgang mit dem Wolf. Laut Krüsken müssen die Rahmenbedingungen geschaffen werden, um jetzt mit der Regulierung des Wolfsbestandes zu beginnen. Am Donnerstag (24.11.) will auch das EU-Parlament einen Forderungskatalog zum besseren Wolfsmanagement verabschieden.

Dazu zählten die vollständige Umsetzung der Ausnahmeregelungen der Fauna-Flora-Habitat-(FFH)-Richtlinie, die Umstufung des Wolfes im Anhang der FFH-Richtlinie sowie die rechtliche Verankerung eines Modells für ein aktives Bestandsmanagement.

Mit Material von AgE

Mehr Mittel für Moore nötig

Vorbehalte macht der DBV-Generalsekretär auch gegenüber der von der Bundesregierung vorgelegten Moorschutzstrategie im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) geltend. Zwar begüßt der Bauernverband das Bereitstellen zusätzlicher Fördermittel etwa für die Wiedervernässung von Mooren sowie das Grundprinzip der Freiwilligkeit und das Schaffen langfristiger wirtschaftlicher Perspektiven für die Betriebe.

Da aber die Herausforderungen beim Moorschutz gewaltig seien, würden aber perspektivisch deutlich mehr Mittel benötigt als bislang vorgesehen. Zudem brauchten die Bauern Verlässlichkeit über längere Zeiträume, so der DBV.

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