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Tierschutz

Wolf: Schweizer Bauern hoffen auf schnelle Abschüsse

Josef koch
Josef Koch
am Mittwoch, 11.08.2021 - 09:24

In der Schweiz erreichen Wolfsrisse eine neue Dimension. Zügige und unbürokratische Entnahme fordert daher der Bauernverband.

Wolfsmanagement

Ähnlich wie in Österreich nehmen auch in der Schweiz die Angriffe auf gealpte Nutztiere durch Wölfe dieses Jahr eine neue Dimension an. Bereits wurden Tiere aus der Sömmerung ins Tal zurückgeführt, weil deren Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Der Schweizer Bauernverband erwartet, dass Gesuche zum Abschuss von Wölfen nach dem geltenden Recht unbürokratisch und rasch bewilligt werden. Zudem braucht es neue Lösungen, um die wachsenden Wolfspopulationen einzudämmen. Sonst ist die die Alpwirtschaft gefährdet.

Der Schweizer Bauernverband fordert von Parlament und Bund rasch neue gesetzliche Regelungen für eine zielgerichtete Wolfsregulierung sowie Unterstützung der betroffenen Tierhalter zu schaffen.

Erneute Wolfsrisse

Die wachsende Wolfspopulation in der Schweiz bringe immer größere Probleme mit sich, so die Berufsvertretung. Gerade in den letzten Tagen kam es laut Schweizer Bauernverband zu zahlreichen Vorfällen. Im Waadtland fielen sechs Kälber, im Safiental zwei Rinder den Raubtieren zum Opfer.

Nach Wolfsangriffen entschieden Älpler im Wallis und Bündnerland, die Tiere ins Tal zurückzubringen, weil sie deren Sicherheit auch mit Schutzmaßnahmen nicht gewährleisten können. Es zeichnet sich ab, dass die zunehmende Zahl der Wölfe und Wolfsrudel die Alpwirtschaft gefährdet.

Schutzmaßnahmen sind einerseits aufwändig, andererseits nicht immer effektiv. Denn auch bei geschützten Herden kam es zu Angriffen. Der Einsatz von Herdenschutzhunden und auch das ängstlichere Verhalten der Mutterkuhherden bei Wolfpräsenz bringen zudem neue Gefahren für Wanderer mit sich.

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