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Wolfsmanagement

Wolf: Europäische Bauernverbände erwarten mehr Druck

Wolfspaar
Josef koch
Josef Koch
am Donnerstag, 24.11.2022 - 09:25

Copa-Cogeca verweisen vor Abstimmung im EU-Parlament auf zunehmende Wolfspopulationen.

EU-Wolfsbestände

Die europäischen Bauern- und Genossenschaftsverbände (Copa-Cogeca) erwarten von den EU-Abgeordneten vor der heutigen Abstimmung (24.11.) über eine Entschließung zum Wolf und Großraubtieren, dass sie nicht im Sande verläuft. So habe sich die Wolfspopulation in der EU „explosionsartig“ vermehrt.

Was die Entschließung laut Copa-Cogeca nicht erwähnt, sind ca. 942 Wolfsangriffe allein in Deutschland im Jahr 2020 und 5.085 Angriffe in Spanien im selben Jahr. Es wird nicht erwähnt, dass es in Rumänien zwischen 2018 und 2021 rund 3.800 Angriffe von Wölfen gab; mit fast 30 Menschen, die im gleichen Zeitraum von Bären getötet wurden. Die Wolfspopulationen werden in der EU27 auf etwa 19.000 und im Großraum Europa auf etwa 21.500 geschätzt, was allein in den letzten fünf Jahren einen erheblichen Anstieg darstellt.

Verbände warnen vor leeren Worthülsen

Aus Sicht der europäischen Dachverbände ist es daher nötig, dass die EU-Abgeordneten in ihrer Entschließung auf eine Änderung des Art. 19 FFH-Richtlinie drängen. Allerdings vermissen die Verbände in der Parlamentsentschließung eine entsprechende Aufforderung an die EU-Kommission.

„Wenn der aktuelle Entschließungsantrag keine Verweise auf Artikel 19 der Habitat-Richtlinie enthält, ist diese Entschließung eine leere Worthülse des Europäischen Parlaments, mit leeren Aufrufen und leeren Forderungen“, so die Dachverbände in einer Pressemitteilung.

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