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Jagdrecht

Wildschaden: Bauern sollen sich mehr beteiligen

Josef koch
Josef Koch
am Mittwoch, 09.02.2022 - 15:52

Deutscher Jagdrechtstag empfiehlt geänderte Regelung für Schäden durch Schwarzwild in Raps und Mais.

Mais_Stoppel

Künftig sollen sich Landwirte bei Wildschäden in Raps und Mais stärker beteiligen. Das geht aus den Empfehlungen des Deutsche Jagdrechtstag hervor. Er rät die Wildschadensregelung in Bundesjagdgesetz (§ 32 BJagdG) bei Schwarzwild zu ergänzen.

Nach den Vorstellungen der Jagdrechtsexperten sollen abweichend Wildschäden, die Schwarzwild verursacht hat, auf einer zusammenhängenden Mais- oder Rapsfläche von mehr als 3 ha Größe, nicht ersetzt werden. Diese Änderungen greift aber nur dann, wenn der Geschädigte nach Absprache mit dem Ersatzpflichtigen auf mindestens 3% der Flächen spätestens zwei Wochen vor Entstehung des Schadens keine Schneisen angelegt hat, die eine wirksame Bejagung des Schwarzwildes ermöglichen.

Die oberste Jagdbehörde soll per Verordnung bestimmen, welche Schneisen eine wirksame Bejagung ermöglichen. Ebenso soll sie Anzahl, Länge, Breite und Ausrichtung der Schneisen regeln.

 

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