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Naturschutz

Wildlebensraumberatung ausgeweitet

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Redaktion Wochenblatt
am Donnerstag, 07.10.2021 - 09:38

Ministerin Michaela Kaniber: „Wir unterstützen die Macher in Sachen Artenvielfalt."

Wildlebensraumberatung

Die Artenvielfalt in Bayern zu fördern, ist nicht erst seit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ein wichtiges Ziel der Agrarpolitik. Die Wildlebensraumberatung ist seit 2015 ein wertvolles Instrument dazu.

Während es zunächst in jedem Regierungsbezirk lediglich einen Ansprechpartner gab, der Landwirte, Winzer und Gärtner beraten hat, wie sie wertvolle Lebensräume für wildlebende Tiere und Pflanzen erhalten, wurde die Beratung in diesem Jahr nun deutlich ausgebaut.

Die Wildlebensraumberatung ist jetzt Aufgabe aller bayerischen Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. An jedem Amt gibt es einen Ansprechpartner.

„Wir unterstützen die Macher in Sachen Artenvielfalt in ganz Bayern. Sie informieren landesweit die interessierten Betriebe, welche vielfältigen Möglichkeiten es gibt, Lebensräume für wildlebende Tier- und Pflanzenarten zu erhalten, aufzuwerten und auch zu vernetzen“, sagte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber bei einem Vor-Ort-Termin im niederbayerischen Geiselhöring. Dort wurden 20 Hektar als Biotop- und Wildlebensraumverbund gestaltet.

Die einzelnen Maßnahmen erfüllen verschiedene Funktionen:

  • Blühende Pflanzen bieten Samen und Nektar als Nahrung für Vögel und Insekten.
  • Mehrjährige Blühflächen, Hecken mit Kleinstlebensräumen, wie auch Altgrasstreifen und Zwischenfrüchte halten Strukturen für die Überwin-terung bereit.
  • Abschnittsweise gepflegte Feldsäume vernetzen die Lebensräume in der offenen Kulturlandschaft miteinander. So finden etwa Feldhase, Feldlerche und Schachbrettfalter im Jahresverlauf Nahrung, Unterschlupf und eine Kinderstube.

„Die Wildlebensraumberater entwickeln gemeinsam mit den Landwirten vor Ort praktisch umsetzbare Lösungen. Sie gehen auf die örtlichen Gegebenheiten, die individuellen Bedürfnisse und Wünsche ein. Das ist die Stärke unseres Ansatzes. Ebenso die Zusammenarbeit mit den an-deren Akteuren vor Ort, den Jägern, Imkern, Verbänden, Kommunen oder interessierten Bürgern, die sich sehr bewährt hat. So bewirken wir gemeinsam mit den Landwirten und auf freiwilliger Basis sehr viel für die Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft“, sagte die Ministerin.

Über das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm (Kulap) werden den Betrieben deren vielfältige Leistungen für mehr Artenvielfalt auf ihren Flächen honoriert.

Informationen zur Wildlebensraumberatung

Informationen zum Angebot der Wildlebensraumberatung gibt es bei jedem der 32 Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unter im Internet unter www.lfl.bayern.de/wildlebensraum.

Die Grundlagen für die Beratung sind in der Informationsbroschüre „Beratungshilfe Wildlebensraumberatung“ der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft zusammengefasst. Sie kann unter www.lfl.bayern.de/publikationen/informationen/278836/index.php abgerufen werden.

 

Mit Material von Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten