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Welternährung

Welternährung: G7-Staatschefs fordern, Seeblockaden aufzuheben

Josef koch
Josef Koch
am Dienstag, 28.06.2022 - 18:39

G7-Länder verlangen von Russland, die Angriffe auf landwirtschaftliche Infrastruktur zu unterlassen.

G7-Staatschefs-Karwendel

Die G7-Staaten haben sich bei der weltweiten Ernährungssicherung klar auf die Seite der Ukraine gestellt. In einer gemeinsamen Erklärung beim G7-Gipfel in Elmau rufen die Staats- und Regierungschefs Russland auf, „dringend“ seine Angriffe auf landwirtschaftliche und Verkehrsinfrastruktur ohne Vorbedingungen einzustellen.

Zugleich fordern sie Russland auf, die freie Durchfahrt von Schiffen zu ermöglichen, die landwirtschaftliche Produkte von ukrainischen Häfen im Schwarzen Meer aus transportierten.

Die G7-Länder wollen laut Nachrichtendienst Agra Europe zudem die Ukraine dabei zu unterstützen, Getreide, Pflanzenöl und weitere landwirtschaftliche Produkte auszuführen. Zudem sagten die Staatschefs zu, abgestimmte Initiativen zur globalen Ernährungssicherheit zu unterstützen und die Ursachen der sich entwickelnden globalen Ernährungskrise anzugehen.

 

Sanktionen für Handel mit gestohlenem Getreide

Ausweiten will die G7 Sanktionsmaßnahmen. So sollen Sanktionen gegen diejenigen verhängt werden, die für Kriegsverbrechen verantwortlich sind, die unrechtmäßige Machtbefugnisse in der Ukraine ausüben.

Bestraft werden sollen auch Staaten, die an Russlands Bemühungen zur Erhöhung der weltweiten Ernährungsunsicherheit beteiligt sind, indem sie ukrainisches Getreide stehlen und exportieren oder anderweitig unrechtmäßig vom Krieg profitieren.

Russendiebstähle an Getreide sollen gestoppt werden

Gleichzeitig wollen die G7-Staaten den Ursprung von Getreideimporten feststellen und beschlagnahmte ukrainische Produkte identifizieren, um Russland von weiteren illegalen Beschlagnahmen abzuhalten. Zuvor hatte der britische Umweltminister George Eustice laut Reuters zugesichert, dass Großbritannien Technologie zur Verfügung stellen werde, mit der sich die Herkunft von Getreide zweifelsfrei feststellen lasse. Man werde damit verhindern, dass von Russland gestohlenes Getreide den Weltmarkt erreiche, so Eustice.

Zu den G7-Ländern gehören Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, das Vereinigte Königreich und die USA an. Die Europäische Kommission hat einen Beobachterstatus.

Mit Material von AgE
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