Umweltschutz

Wasserqualität in Bayerns Badeseen ist hervorragend

Wasserqualität
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Montag, 16.08.2021 - 14:46

Dies bestätigen Untersuchungen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Die Wasserqualität der Badeseen in Bayern ist auch in diesem Jahr wieder hervorragend. Seit Mitte April hat das LGL rund 1500 Wasserproben mikrobiologisch untersucht. Fast alle Ergebnisse belegen die größtenteils erstklassige Wasserqualität der bayerischen Badeseen. Konkret ist das Wasser an mehr als 93 Prozent der Badestellen im Freistaat ‚ausgezeichnet‘ oder ‚gut‘.

Beeinträchtigung durch Starkregen oder Wasservögel

Für vereinzelt schlechtere Messergebnisse kann es verschiedene Ursachen geben. Typische Auslöser dafür können Verunreinigungen durch Starkregen oder durch Wasservögel sein.

Der Präsident des LGL Walter Jonas: „Im Zuge des Klimawandels müssen wir künftig öfter mit extremem Starkregen rechnen. Mit den regelmäßigen mikrobiologischen Untersuchungen überprüfen wir auch, ob die Badegewässer nach solchen Ereignissen auffällige Werte zeigen. Nach den jüngsten Starkregenfällen im Freistaat gab es bislang keine Hinweise auf eine dauerhaft beeinträchtigte Wasserqualität.“

Nur in einzelnen Proben wurde eine erhöhte Konzentration von Darmbakterien nachgewiesen. „Sofortige Kontrollproben haben aber in allen Fällen wieder eine gute hygienische Wasserqualität bestätigt,“ so Walter Jonas. Werden zu hohe Werte festgestellt, ergreift das zuständige Gesundheitsamt die erforderlichen Maßnahmen. Wenn es unvermeidlich ist, können auch Badeverbote ausgesprochen werden. Die Messergebnisse sind auf der Homepage der jeweiligen Kreisverwaltungsbehörde öffentlich zugänglich.

Untersuchungen im Labor

In Bayern gibt es derzeit 376 EU-Badestellen an 295 Seen. Zur hygienischen Überwachung dieser Badestellen entnehmen die örtlichen Gesundheitsämter insgesamt sechs Mal kurz vor und während der Badesaison vom 15. Mai bis 15. September Wasserproben aus den Badeseen. Das LGL testet die Proben dann auf die Darmbakterien Escherichia coli und intestinale Enterokokken. Besteht der Verdacht, dass in einem Gewässer Cyanobakterien (Blaualgen) in höherer Konzentration vorkommen, werden zusätzliche Proben untersucht. Das LGL untersucht das Wasser in diesen Fällen mikroskopisch und bestimmt die Toxinkonzentration.