Schulpolitik

Volksbegehren: Alltagskunde wohl kein Schulfach

Schule
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Alexandra Königer
am Donnerstag, 19.09.2019 - 12:07

Mehr Alltagskompetenzen im Schulunterricht vermitteln, das ist eines der Ziele nach dem Bienenvolksbegehren.

München Einem eigenen Schulfach erteilte Kultusminister Michael Piazolo (FW) diese Woche eine Absage – und ruderte dann zurück.

Vergangenen Montag berichtete der Münchner Merkur: Ein eigenes Schulfach wird es laut Piazolo nicht geben. Zwar werde die Alltagskunde „verpflichtender Unterrichtsgegenstand“ sein, aber eben nicht in einem eigenen Fach. Stattdessen sollen laut Merkur die fünf Themenfelder Gesundheit, Ernährung, Haushaltsführung, selbstbestimmtes Verbraucherverhalten und Umweltverhalten in bestehende Fächer (Geografie sowie Heimat- und Sachunterricht) integriert werden. Das Kultusministerium wollte den Bericht auf Anfrage zunächst weder bestätigen noch dementieren. Später hieß es: Einzelheiten seien aktuell noch in der „Planungs- und Konzeptionsphase“. Ergebnisse könne das Ministerium nicht vorwegnehmen.
Die Vermittlung der Alltagskunde war ein Ergebnis des Runden Tisches, der unter der Leitung von Alois Glück Vorschläge erarbeitet hat, die über das Volksbegehren hinaus angepackt werden sollen. CSU und Freie Wähler (FW) haben sich vor der Sommerpause im Landtag für „die Einführung neuer Lehrinhalte zur Alltagskompetenz und Lebensökonomie an Bayerns Schulen“ ausgesprochen und das auch in einem Maßnahmenkatalog beschlossen. Die Landfrauen kämpfen schon lange für ein eigenes Schulfach – und haben das diese Woche angesichts der hohen Lebensmittelverschwendung erneut angemahnt.