Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Herkunftskennzeichnung

Verbraucher sind bei veganen Lebensmitteln skeptisch

Josef koch
Josef Koch
am Dienstag, 12.04.2022 - 11:49

Umfrage zeigt laut Bauernverband Bedarf für eindeutige Herkunftskennzeichnung bei Ersatzlebensmitteln.

Vegane Wurst-Supermarkt

Viele Verbraucher sind gegenüber veganen Lebensmitteln skeptisch. Nur jeder Fünfte (20 %) verzehrt vegane Ersatzprodukte uneingeschränkt oder viel. 98 % essen mehr oder weniger tierische Produkte wie Milch und Käse, 83 % Fleisch und 83 Prozent Fisch. Die Ergebnisse stammen aus einer Umfrage zur Kennzeichnungserwartung an vegane und vegetarische Ersatzprodukte, die das Projekt Lebensmittelklarheit veröffentlichte.

„Diese Umfrage bestätigt vor allem eines – die übergroße Mehrheit der Verbraucher bevorzugt die Mischkost. Die deutschen Landwirtinnen und Landwirte sorgen für die notwendigen pflanzlichen und tierischen Zutaten“, betont Gerald Dohme, Deutscher Bauernverband (DBV).

„Mit unserer Forderung nach einer eindeutigen Herkunfts- und Haltungskennzeichnung tragen wir dazu bei, dass die Konsumenten erkennen können, wo und wie ihre Lebensmittel erzeugt werden. Lebensmittel aus Deutschland stehen für höchste Sicherheits- und Qualitätsstandards“, so Dohme weiter.

Fleischähnliche Produktnamen verwirrren

Laut Studie empfinden mehr als 40 Prozent der Befragten fleischähnliche Produktnamen wie „vegetarischer Fleischsalat“ als irreführend bzw. uneindeutig. Damit sieht sich der DBV in seiner Forderung nach Wahrheit und Klarheit bei der Lebensmittelkennzeichnung bestärkt.

Er lehnt ab, dass fleischfreie Lebensmittel wie das Fleisch- oder Wurstoriginal benannt werden. „Wir sind der Meinung, dass sich das Ersatzlebensmittel nicht nur in seiner Aufmachung, sondern auch in seiner Bezeichnung eindeutig vom Original unterscheiden muss.

So wenig es ein „milchfreies Milcheis“ oder ein „himbeerfreies Himbeerdessert“ geben kann, darf es auch keinen „fleischfreien Rinderbraten“ oder, um bei der Studie zu bleiben, „vegane Chicken Nuggets“ geben“, unterstreicht Dohme.