USA

US-Farmer erwarten mehr Handel und Marktzugang

Josef Koch
Josef Koch
am Montag, 16.11.2020 - 09:12

Klare Vorstellungen haben US-Farmer, was der künftige US-Präsident Joe Biden zu tun hat. Der Fokus liegt vor allem auf das Lösen der Handelskonflikte.

Biden-Joe-USA-Präsident

Der größte US-Bauernverband (AFBF) hat vom designierten US-Präsidenten Joe Biden sowie von den zukünftigen Kongressabgeordneten und Senatoren eine „intelligente“ Agrarpolitik und überparteiliche Zusammenarbeit gefordert. Wie AFBF-Präsident Zippy Duvall erklärte, eröffnen sich nun Möglichkeiten für Biden, das Leben der US-Landbevölkerung sowie der Farmer und Rancher zu verbessern. Der neue gewählte US-Präsident wird am 20. Januar das Amt von Donald Trump übernehmen.

Diese sähen sich Herausforderungen gegenüber, die in der Landesgeschichte beispiellos seien. „Eine globale Pandemie, Handelskonflikte und schlechte Witterungsbedingungen haben einen gewaltigen Tribut von der Landwirtschaft gefordert“, stellte der AFBF-Präsident fest. Davon seien Familien und Gemeinden im gesamten Land betroffen.

Duvall forderte von Biden eine mutige Führung und von allen designierten politischen Entscheidern, unabhängig von der Parteizugehörigkeit für das Landeswohl zusammenzuarbeiten. „Zu den Prioritäten der Agrarbranche zählen die Ausweitung des Handels und des Marktzugangs, so dass die Landwirte sich auf den Wettbewerb in einem fairen Marktumfeld konzentrieren können“, betonte der AFBF-Präsident.
 

Nationales Agrarbudget aufstocken

Darüber hinaus müsse der Ausbau des Breitbandnetzes in ländlichen Gebieten fortgesetzt werden. Ferner sei das Problem des Arbeitskräftemangels in der Branche zu lösen. Erforderlich seien auch eine Aufstockung des nationalen Agrarbudgets und der weitere Abbau von bürokratischen Hürden. Bereits Donald Trump hatte wegen des Handelskonflikts mit China Hilfsprogramme für die Farmer in die Wege geleitet.

Duvall wies zudem mit Blick auf den „zunehmend wichtigen Klimaschutz“ darauf hin, dass die Bauern an ihre „großen Erfolge bei der Verringerung von Emissionen pro Produktionseinheit“ sowie bei der Sorge für Boden, Wasser und Luft anknüpfen wollten.

„Kontinuierliche Verbesserungen erfordern die Zusammenarbeit mit der Regierung und dem Kongress, um die für Innovationen notwendige Forschung auszuweiten“, so der Bauernpräsident. Das gelte auch für Naturschutzprojekte, die allerdings freiwillig und marktbasiert bleiben sollten.