Bundesagrarministerium

Unterfränkin wird Agrar-Staatssekretärin

Josef Koch
Josef Koch
am Freitag, 03.12.2021 - 11:40

Designierter Bundesagrarminister Cem Özdemir beruft drei Frauen als Staatssekretärinnen.

Rottmann-Manuela-MdB-Staatssekretärin

Die Neubesetzung der politischen Führungsebene im Bundesagrarministerium birgt weitere Überraschungen. Nun hat der designierte Ressortchef Cem Özdemir die 49-jährige Unterfränkin Dr. Manuela Rottmann als Parlamentarische Staatssekretärin berufen. Am kommenden Mittwoch (8.12.) soll offiziell ihre Ernennung stattfinden.

Rottmann gehört seit 2017 dem Bundestag an und vertritt für die Grünen den Wahlkreis Bad Kissingen. Sie stammt aus Hammelburg und ist Juristin. Sie war zuvor Dezernentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Frankfurt/Main und Referentin bei der DB Netz AG.

Die grüne Abgeordnete Rottmann zählt Themen der ländlichen Entwicklung zu ihren politischen Schwerpunkten. In der Rhön kann sie sich vom politischen Alltag in Berlin am besten erholen. „Keine Landschaft hebt den Blick so aus dem Alltag und der Zeit wie die Rhön“, so Rottmann. Unklar ist derzeit noch, für welche Bereiche sie zuständig sein wird.

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Nick und Bender weitere Staatssekretärinnen

Als weitere Parlamentarische Staatssekretärin ist Dr. Ophelia Nick berufen. Bereits gestern war bekanntgeworden, dass die derzeitige beamtete Staatssekretärin im brandenburgischen Landwirtschaftsministerium, Silvia Bender, in gleicher Funktion ins Bundeslandwirtschaftsministerium wechseln wird. Minister und Staatssekretärinnen sollen kommende Woche in ihre Ämter eingeführt werden. 

Vor allem mit der voraussichtlichen Ernennung von Nick war nicht gerechnet worden. Die promovierte Tiermedizinerin ist bei der Bundestagswahl im September erstmals über die Landesliste in das Parlament einbezogen. Nick gilt als ausgewiesene Fachfrau. Sie ist seit sechs Jahren Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung der Grünen. „Es ist eine große Ehre, aber ich weiß auch welche Arbeit vor uns liegt“, erklärte die Grünen-Politikerin inzwischen zu ihrer Nominierung. Dem begegne sie mit Ehrfurcht und Demut. „Wir brauchen Anerkennung, Zuversicht, und Zukunftsperspektiven vom Acker bis zum Teller“, betonte Nick. Das könne erreicht werden, „wenn wir Wirtschaft, Umwelt, Klima, Biodiversität und Tierschutz zusammenbringen“.

Mit Material von AgE