Agrarministerkonferenz

Tiertransporte, Wald und Dürreversicherung

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Ulrich Graf
am Mittwoch, 25.09.2019 - 15:50

Morgen treffen sich die Agrarminister zur gemeinsamen Konferenz in Mainz. Die wichtigsten Themen stehen bereits fest.

„Bei der Mehrgefahrenversicherung erwarten wir dringend konkrete Vorschläge der Bundesregierung", betonte Ministerin Otte-Kinast. Sie unterstützt den Vorschlag Bayern bringt den Vorschlag ein, im Hinblick auf Wetterextreme (wie Dürre, Hagel, Starkregen) eine entsprechende Versicherung staatlich zu fördern, damit sich solche Versicherungsangebote am Markt etablieren können. Den Landwirten soll so eine eigenverantwortliche Vorsorge ermöglicht werden. Niedersachsen hat bereits angekündigt, dass es den Vorschlag unterstützen wird. „Wir müssen weg von der staatlichen Ad hoc-Nothilfe und hin zu einem verlässlichen System", forderte Ministerin Otte-Kinast.

Hessen hat den Tierschutz und die Tiertransporte ganz oben auf der Liste stehen. Gemeinsam mit Schleswig-Holstein bringt es einen Antrag ein, der den Bund zur Einrichtung einer bundesweiten Datenbank auffordert. Diese soll umfangreiche Informationen zu den Verladestationen und Transportrouten von Nutztieren beinhalten. "Unser langfristiges Ziel muss sein, den Transport von lebenden Tieren über mehrere Tausend Kilometer zu vermeiden“, betonte Ministerin Hinz. Außerdem geht es  um einen grundsätzlichen Stopp von Tiertransporten bei Temperaturen über 30 Grad.

Ein dritter Themenschwerpunkt sind die durch Wetterextreme und Käferbefall massiv geschädigten Wälder. Hier geht es um die Unterstützung der betroffenen Besitzer.