Bericht zur Lage der Natur 2020

Strafanzeige gegen Umweltministerin Svenja Schulze

Bundesumweltministerin
Ulrich Graf Portrait 2019
Ulrich Graf
am Freitag, 22.05.2020 - 15:54

Land schafft Verbindung erachtet die einseitige Schuldzuweisung für den Zustand der Natur an die konventionelle Landwirtschaft als unzutreffend.

Am 19. Mai 2020 wurde von Umweltministerin Svenja Schulze und BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel der Bericht zur Lage der Natur 2020 vorgestellt. Dabei wurde, so die Einschätzung von Land schafft Verbindung (LsV), für den angeblichen schlechten Zustand der Natur alleinig  die konventionelle Landwirtschaft verantwortlich gemacht wird.

Diesen Zustand kenne anscheinend aber nur das BMU, da sämtliche Rückmeldungen derer, die tagtäglich in und mit der Natur arbeiten und leben, das Gegenteil beweisen, widerspricht die Bewegung. Besonders fragwürdig hält LsV die Art der Datenerhebung. Der Bericht sei anhand der gesammelten Daten von ehrenamtlichen „Laien-Naturschützern“ verfasst worden, der gerade einmal die schlechtesten 193 von insgesamt über 50.000 Arten der Flora und Fauna berücksichtigt.

Das Modell der unseriösen Datenbeschaffung ähnele dem Desaster mit den fehlerhaften Grundwassermessstellen und der daraus resultierten Düngeverordnung, gegen die aus diesem Grunde bereits juristisch vorgegangen wird. 

"Eine wissenschaftlich fundierte Basis ist beim vorliegenden Bericht ebenso nicht zu erkennen, weshalb wir gegen Ministerin Svenja Schulze sowie Prof. Dr. Beate Jessel wegen Volksverhetzung, Verleumdung und rechtswidrigen Vermögensvorteil (§§ 130, 187 StgB und 263 StgB) Strafanzeige gestellt haben", teilt Land schafft Verbindung mit.