Besteuerung

Steuerausgleich für Waldbauern

BLW
am Freitag, 30.04.2021 - 11:36

Wer im laufenden Forstwirtschaftsjahr aufgrund der Bundesvorgaben seine Fichtenbestände schont, erhält eine steuerliche Entlastung.

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Die bayerische Forstwirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Wälder als natürliche Lebensräume. Das soll unterstützt werden: Wer im laufenden Forstwirtschaftsjahr aufgrund der Bundesvorgaben seine Fichtenbestände schont, erhält eine steuerliche Entlastung. „Wir leisten so aktive Hilfe, damit wirtschaftliche und nachhaltige Waldnutzung Hand in Hand gehen können“, betont Finanz- und Heimatminister Albert Füracker.

Der Bund hat per Verordnung den Einschlag von Fichtenholz im aktuellen Forstwirtschaftsjahr auf 85 % beschränkt. Davon Betroffene können aber von steuerlichen Ausgleichsmaßnahmen profitieren, die parallel in Kraft treten: Viele vor allem kleinere Betriebe müssen in dieser Zeit dann nur noch maximal 10 % ihrer Einnahmen aus dem Holzeinschlag versteuern. Sollte während der Schonungsphase Holz infolge höherer Gewalt anfallen, etwa durch Sturmschäden, wird dieses nur mit einem deutlich niedrigeren Steuersatz belegt. Zudem müssen auch größere Betriebe dieses Holz erst beim späteren Verkauf versteuern. Um von den Regelungen zu profitieren, muss man solche Holzmengen nur beim zuständigen Finanzamt anmelden.