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Lebensmittelpreise

Stegemann: Özdemir startet als Ankündigungsminister

Josef koch
Josef Koch
am Montag, 03.01.2022 - 10:22

Opposition erwartet nun Taten wie eine Agrarmarketing-Agentur, um die regionale Vermarktung zu stärken.

Stegemann-Albert-Bundestag

Nach den Aussagen von Bundesagrarminister Cem Özdemir (Grüne) über den Jahreswechsel zu „Ramschpreisen bei Lebensmitteln“ und gesunder Ernährung erwartet Albert Stegemann, Agrarsprecher der CDU/CSU-Fraktion, nun Taten. „Cem Özdemir ist als Ankündigungsminister ins neue Jahr gestartet. Von Preiserhöhungen für Lebensmittel, insbesondere Fleisch, bis zu verbindlichen Vorgaben für die Reduzierung von Zucker und Salz in Fertiglebensmitteln hat er vieles ins ernährungspolitische Schaufenster gestellt. Jetzt muss er liefern“, fordert Stegemann.

Laut dem Agrarsprecher haben Deutschlands hart arbeitende Landwirtinnen und Landwirte eine faire Entlohnung für ihre hochwertigen, gesunden und regionalen Lebensmittel verdient. Davon, dass Bundesminister Özdemir nun prüfen lässt, ob der Verkauf von Lebensmitteln unter Produktionskosten unterbunden werden kann, hätten die Bauernfamilien aber nichts. Schlimmstenfalls wirke ein solches Verbot kontraproduktiv und erhöhe nur die Bürokratie, befürchtet der Unionspolitiker.

Er empfiehlt Özdemir einen Blick über den nationalen Tellerrand. Aus gutem Grund hätten sich beispielsweise die spanischen Obst- und Gemüseerzeuger bereits gegen solche staatlichen Preiseingriffe ausgesprochen, so Stegemann.

Union wirbt für Agrarmarketing-Agentur

Nach Auffassung der Unionsfraktion hilft den heimischen Landwirten viel eher, die regionale Vermarktung durch die Einrichten einer Agrarmarketing-Agentur zu stärken. Damit könne eine zeitgemäße und Zielgruppen-orientierte Verbraucherkommunikation über gute Lebensmittel aus den Regionen funktionieren. Zudem gelte es, vorhandene Initiativen, wie die 5D-Vermarktung von Schweinefleisch, auszubauen.

Zugleich werden CDU und CSU im Deutschen Bundestag darauf achten, dass es in Deutschland keinen Speiseplan nach dem Gehaltszettel geben dürfe, kündigt Stegemann an. Gerade in Zeiten der steigenden Kosten für Energie, Wohnen und Mobilität kommt es seiner Meinung nach auf eine soziale Ausgewogenheit der Ernährungspolitik an.

„Nicht alle können sich regelmäßig Bioprodukte leisten. Wir wollen den Menschen nicht in den Kühlschrank hineinregieren, sondern sie mitnehmen auf dem Weg zu mehr Wertschätzung für regionale Lebensmittel,“ so der Agrarsprecher der Unionsfraktion.

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