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Ernährungssicherung

Spargel: Kaniber fordert Stoppschild gegen grünen „Regelungswahn“

Josef koch
Josef Koch
am Freitag, 24.06.2022 - 10:29

Grüne EU-Abgeordnete Jutta Paulus rät, den Spargelanbau in Deutschland einzustellen. Sie sieht darin eine Flächenverschwendung.

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Heute am Johannistag(24.6.) endet die deutsche Spargel-Saison. Nach Ansicht der grünen Europaabgeordneten Jutta Paulus geht, könnte die Saison durchaus die letzte in Deutschland bleiben, berichtet Focus online. Paulus hält es für eine „Flächenverschwendung durch das Luxusgemüse“, vor dem Hintergrund einer drohenden weltweiten Versorgungskrise bei Getreide.

„Man könnte auf diesen Böden auch wunderbar Nahrungsmittel anbauen, die vielleicht einer größeren Schicht der Bevölkerung zur Verfügung stehen“, regte die Europaabgeordnete kürzlich in einer Videokonferenz an.

Kaniber: Was kommt als nächste auf grüne Verbotsliste?

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Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber reißt angesichts solcher Aussagen grüner Politiker der Geduldsfaden. „Wenn Politiker einer Berliner Regierungspartei deutschen Landwirten schon vorschreiben wollen, welches Gemüse noch angebaut werden darf und welches nicht, dann haben diese offenbar ihren Traum von der Planwirtschaft noch nicht aufgegeben. Wollen die Grünen bestimmen, was bei den Menschen auf den Teller kommt?“, erzürnt sie sich.

Sie fordert ein Stoppschild gegen den grünen Regelungswahn und deren Lust an Bevormundung. Gleichzeitig fragt sie, was als nächstes auf der Verbotsliste für normale Verbraucherinnen und Verbraucher: etwa Erdbeeren, Fleisch oder Bier stehen werde?

Özdemir soll Paulus einbremsen

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir muss laut Kaniber sein Amt ernst nehmen und die deutschen Erzeuger gegen seine Parteikollegen in Schutz nehmen. Es entbehre jeder Logik, die regionale Produktion von hochwertigem Gemüse kaputt zu machen und dann zuzuschauen, wie Spargel aus dem Ausland klimaschädlich importiert werde.

Laut Ministerium zeichnet es sich ab, dass der Spargelabsatz in dieser Saison nicht zufriedenstellend war. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher mussten entweder aus Kostengründen auf das Gemüse verzichten oder haben vermehrt günstige Importware aus dem Ausland gekauft. Kaniber wirbt indes für „gute, regionale Qualitätsprodukte aus Deutschland“, deren Produktionsbedingungen man gut kontrollieren könne und deren kurze Transportwege gut fürs Klima seien.

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