Erneuerbare Energie

Solarenergie: Weitere Agrarflächen benötigt

Josef Koch
Josef Koch
am Mittwoch, 01.12.2021 - 18:39

Über 59 Prozent der bezuschlagten Freiflächenanlagen gehen in benachteiligte Gebiete. Aiwanger wirbt für weitere Investoren.

Aiwanger-Hubert-Freie Wähler

Mit den jüngsten Zahlen bei der Ausschreibungsrunde der Bundesnetzagentur Freiflächen-Photovoltaik fühlt sich Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) bestätigt. Der Ausbau der Solarenergie in Bayern kommt sehr gut voran.

Bei der deutlich überzeichneten Ausschreibungsrunde der Bundesnetzagentur für Freiflächen-Photovoltaik erhielten Investoren in Bayern 69 Zuschläge, davon 41 oder 59,4 % in landwirtschaftlich benachteiligten Gebieten. Das sind mehr als 50 Prozent der 133 Zuschläge im gesamten Bundesgebiet. Zum Vergleich: Baden-Württemberg erhielt zehn Zuschläge. Mit den 69 neuen bayerischen Freiflächen-Projekten wird die installierte Solarenergie-Leistung im Freistaat um weitere 255 Megawatt ansteigen - wovon 172 Megawatt auf benachteiligte Gebiete entfallen.

Aiwanger: Weichen richtig gestellt

"Bayern ist das Solarenergieland Nummer eins in Deutschland. Wir haben mit der Erhöhung der Höchstgrenze für Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Acker- und Grünlandflächen in  landwirtschaftlich benachteiligten Gebieten die richtigen Weichen gestellt. Das zahlt sich jetzt aus,“ freut sich Aiwanger. „Es geht darum unsere Klimaschutzziele zu erreichen“. Neben den Freiflächen habe Bayern auch die Gebäudeflächen und bebaute Flächen wie Parkplätze im Fokus. Vor allem mit dem höchst erfolgreichen PV-Speicherprogramm hat der Freistaat laut Aiwanger  im Eigenheimbereich massive Impulse gesetzt."

 Der Energieminister wirbt dafür, dass weitere Investoren sich bei der nächsten Ausschreibung der Bundesnetzagentur zum Stichtag 1. März 2022 bewerben. Die jährliche Höchstgrenze für Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Acker- und Grünlandflächen in  landwirtschaftlich benachteiligten Gebieten wurde in Bayern auf Betreiben Aiwangers zum 1. Juli 2020 von 70 auf 200 Anlagen erhöht.

Photovoltaik-Freiflächenanlagen über 750 Kilowatt Leistung können in Bayern auf Acker- und Grünlandflächen in so genannten landwirtschaftlich benachteiligten Gebieten bezuschlagt werden. Diese Möglichkeit erweitert die förderfähige Flächenkulisse gem. § 37 EEG erheblich, die unter anderem vorbelastete Flächen wie beispielsweise entlang von Bahngleisen und Autobahnen oder militärisch genutzte Konversionsflächen umfasst, erheblich.

Ihr Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt
blw digital iphone blw digital macbook
Hefttitelbild Printausgabe Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt