Solarenergie

Solaranlage: Bayern erhöht Grenze auf Freiflächen

Josef Koch Redakteur Agrarpolitik
Josef Koch
am Dienstag, 26.05.2020 - 16:16

Künftig können in Bayern 200 Solaranlagen auf Freiflächen gebaut werden. Die bisherige Obergrenze war schon so gut wie ausgeschöpft.

Solaranlage-Freifläche

Die bayerische Staatsregierung hat heute (26. Mai) beschlossen, ab 1. Juli 2020 die jährliche Höchstgrenze für Solaranlagen auf Acker- und Grünlandflächen auf 200 anzuheben. Die bisherige Obergrenze von 70 wäre schon zur Jahresmitte erreicht worden.

Daneben werden das Wirtschafts- und Bauministerium zeitnah ein Konzept erarbeiten, ob und unter welchen Bedingungen Photovoltaikanlagen verstärkt auf Neubauten umgesetzt werden können.

Seit 2017 können Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Acker- und Grünlandflächen in landwirtschaftlich benachteiligten Gebieten an den Ausschreibungen der Bundesnetzagentur nach dem Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) teilnehmen. Aufgrund bayerischer Erfolge an EEG-Ausschreibungen hat die Staatsregierung bereits im vergangenen Jahr die jährliche Höchstgrenze von anfänglich 30 Projekten auf 70 erhöht.

Eine Evaluierung des Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie hat gezeigt, dass das Potenzial für Freiflächenanlagen im Freistaat noch deutlich höher ist. Allein dieses Jahr wäre der Schwellenwert schon zur Jahresmitte erreicht worden.

Sonnenstrom-Potential besser nutzbar

Ziel ist eine deutliche Steigerung der Solarstromproduktion in Bayern und damit zusätzlicher Schwung für die Energiewende. In Bayern soll so viel nachhaltige Energie wie möglich produziert werden und außerdem möglichst viel energiewirtschaftliche Wertschöpfung in der Fläche erfolgen.

Mit vielen Sonnenstunden im Jahr und einer im deutschlandweiten Vergleich hohen Sonneneinstrahlung besteht im Freistaat ein enormes Potenzial, das durch die Erhöhung des jährlichen Kontingents noch besser genutzt werden kann. Die Mehrheit der Verbände, die in der Verbändeanhörung Stellung genommen haben, begrüßen deshalb das Anheben der Höchstgrenze als wichtigen Beitrag für die Energiewende in Bayern.