Marktkrise

Soforthilfe: Rukwied will zügig Unterstützung

Josef Koch
Josef Koch
am Montag, 07.12.2020 - 11:00

Gut eine Woche nach dem Krisengipfel zum Schweinemarkt sind noch keine konkreten Hilfen erkennbar. Der Berufsstand erneuert seine Forderungen.

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Mit Blick auf die Folgen der Corona-Krise für die Tierhalter in Deutschland hält der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, schnelle Maßnahmen zur Krisenbewältigung für erforderlich. Damit erhöht der Berufsstand den Druck auf Berlin, endlich Soforthilfen bereitzustellen. Gut eine Woche nach dem Krisengipfel zeichnet sich noch immer keine Lösung ab. Vielmehr täuscht die Politik, wie jüngst in Bayern, Aktionismus vor.

Dort laufen„Vor allem die Schweinehalter befinden sich mittlerweile in einer existenzbedrohenden Lage. Zuallererst gilt es, den immer noch vorhandenen Rückstand bei den Schlachtungen abzubauen", so der Bauernpräsident.

Bei Coronafällen in Betrieben der Fleischwirtschaft müssen nach Rukwieds Meinung die zwischen einzelnen Unternehmen und Behörden ergriffenen und nachweislich guten Konzepte bundeseinheitlich umgesetzt werden. Ferner müssen alle arbeits- und genehmigungsrechtlichen Möglichkeiten genutzt werden, damit nicht betroffene Unternehmen kurzfristig und zeitlich begrenzt auftretende Ausfälle anderer Schlachtbetriebe kompensieren können.

Liquiditätshilfen sind dringend nötig

Darüber hinaus brauchen die betroffenen Tierhalter einen einfachen und unbürokratischen Zugang zu den Corona-Hilfsprogrammen. Die spezifischen Besonderheiten der landwirtschaftlichen Erzeugung müssen hier Berücksichtigung finden.

Wie bei anderen Wirtschaftsbereichen bedarf es schließlich auch steuerlicher Flankierungen, zum Beispiel über Möglichkeiten zur Steuerstundung oder über einen Verlustrücktrag, um diese Krise bewältigen zu können“, so Rukwied.

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