Tierseuche

Schweinepest: Zweiter Wildschutzzaun geplant

Josef Koch
Josef Koch
am Freitag, 16.10.2020 - 08:37

An der Grenze zu Polen soll eine weiße Zone eingerichtet werden. Dazu ist aber ien Zaun auf polnischer Seite nötig.

Wildschweinzaun-Dänemark

Um das Ausbreiten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu verhindern, wollen Bund und  Länder weiterhin, dass ein zweiter Zaun auf polnischer Seite errichtet wird. Damit wollen sie eine sogenannte weiße Zone zu schaffen, die von Wildschweinen freigehalten werden soll Dazu telefonierte Bundesministerin Julia Klöckner gestern mit ihrem polnischen Amtskollegen. Über das Ergebnis des Gesprächs hat das Berliner Ministerium noch nicht informiert.

Das BMEL unterstütze zudem das betroffene Bundesland Brandenburg beim Bau des festen Zauns an der Grenze zu Polen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Länder sind zuständig für die Finanzierung des Zaunbaus. Bundesministerin Julia Klöckner hat eine Co-Finanzierung seitens der Europäischen Union erreicht. Auf der Agrarministerkonferenz im September im Saarland hatten die Länder zudem zugesichert, untereinander solidarisch zu sein. Auch, was die gemeinschaftliche Finanzierung von Zaunbauten angeht.

Tiere aus Restriktionsgebieten können zum Schlachten

Nach dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Brandenburg hat das Land ein Restriktionsgebiet eingerichtet. In diesem liegen über 300 schweinhaltende Betriebe mit circa 85.000 Tieren. Aus Tierschutzgründen ist es notwendig, dass auch diese Tiere geschlachtet werden können, da sonst zunehmend ein Platzproblem in den Ställen droht.

Auf Initiative der Bundesagrarministerin Julia Klöckner wurde erreicht, dass es nun Schlachtmöglichkeiten gibt. Das dazu erforderliche Verfahren bei der europäischen Kommission hat das Ministerium (BMEL) abgeschlossen. Damit ist laut Klöckner nicht nur dem Tierschutz gedient, sondern die Tierhalter in den betroffenen Gebieten werden entlastet.

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