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Seuchen

Schweinepest - Präventivmaßnahmen verschärft

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Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Montag, 09.12.2019 - 09:39

Die in Westpolen eingerichtete Restriktionszone reichen in Kürze bis zur deutsch-polnischen Grenze.

Anfang Dezember haben die polnischen Behörden über weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Westpolen informiert. Vergangenen Dienstag wurde der Virus bei einem toten Wildschwein rund 40 km von der deutsch-polnischen Grenze gefunden.

Aufgrund dieser neuen Nachweise hat die EU-Kommission das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) darüber in Kenntnis gesetzt, dass der Durchführungsbeschluss der Kommission, der die Restriktionszonen definiert, in Kürze angepasst wird. Konkret bedeutet das, dass die in Westpolen eingerichtete Restriktionszone dann unmittelbar bis zur deutsch-polnischen Grenze reichen wird.

Das BMEL ist zum Ausbruchsgeschehen im engen Austausch mit den polnischen Behörden, der EU-Kommission und den Bundesländern. In dieser Woche wird es ein Treffen von polnischen und deutschen Veterinären im Grenzgebiet geben, um Informationen auszutauschen und über das weitere Vorgehen zu beraten.

Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen des BMEL

  • Es werden fortlaufend diejenigen informiert und sensibilisiert, die häufig zwischen von ASP bei Wild- oder Hausschweinen betroffenen Ländern und Deutschland reisen: Das Ministerium richtet sich gezielt an Jäger, Landwirte sowie Fernfahrer. Unter anderem mittels Auslagen in verschiedenen Sprachen in Zügen, durch mehrsprachige Plakate an Raststätten, Informationsbroschüren und über die sozialen Medien.
  • Über das Bundesverteidigungs- und das Bundesgesundheitsministerium werden ebenfalls die Bundeswehr und Pflegekräfte sensibilisiert, die häufig innerhalb Europas grenzüberschreitend unterwegs sind.
  • Die Betriebe werden zudem regelmäßig darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsmaßnahmen der Schweinhaltungshygiene-Verordnung strikt eingehalten werden müssen.

Maßnahmen der Länder

Auch die auf deutscher Seite betroffenen Bundesländer haben ihre Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen bereits seit dem Bekanntwerden der ersten Ausbrüche in Westpolen intensiviert. Aktuell erfolgt durch die Bundesländer eine Bewertung und Beurteilung, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind und ergriffen werden müssen. Hierzu gehören insbesondere jagdliche Maßnahmen, wie beispielsweise der Austausch mit den Jägern in Bezug auf Drück- und Treibjagden, sowie das Wildschweinmanagement.