Tierseuche

Schweinepest: Finderlohn für tote Wildschweine

Josef Koch
Josef Koch
am Mittwoch, 16.09.2020 - 15:00

Um das Ausbreiten der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern, verstärkt Brandenburg die Maßnahmen.

Wildschwein-tot

Das brandenburgische Verbraucherschutzministerium verstärkt die Maßnahmen im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP). Ab sofort zahlt das Land für das Auffinden verendeter Wildschweine (einschließlich Unfallwild) innerhalb von ausgewiesenen ASP-Restriktionsgebieten eine Aufwandsentschädigung.

Sie beträgt je nach Fundort 100 oder 150 Euro pro Stück. Verendete Wildschweine sind wichtige Indikatortiere, um das Ausmaß des tatsächlichen Infektionsgeschehens feststellen zu können.

"Nur wenn wir schnell wissen, wie weit infizierte Tiere das Virus verbreitet haben, können wir es auch schnell eindämmen und eliminieren. Deswegen ist das Testen von Fall- und Unfallwild im gefährdeten Gebiet jetzt so entscheidend. Mit der Prämie schaffen wir einen zusätzlichen Anreiz, das in kurzer Zeit möglichst viele Proben untersucht werden können“, sagte Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher.

Folgende Aufwandsentschädigungen gelten:

  • im Kerngebiet  150 Euro / Stück
  • im gefährdeten Gebiet 100 Euro / Stück
  • in der Pufferzone 100 Euro / Stück

Das Kerngebiet darf nur von berechtigten Personen betreten werden! Für alle anderen gilt im Kerngebiet: Das Betreten des Waldes und der offenen Landschaft ist untersagt.

Im gefährdeten Gebiet und in der Pufferzone können auch Privatpersonen tot aufgefundene Wildschweine dem zuständigen Veterinäramt unter genauer Beschreibung des Fundortes melden. Sie erhalten die Prämie von 100 Euro vom Landkreis, wenn der Tierkörper durch den Bergungstrupp des Landkreises aufgefunden und als Wildschwein identifiziert wurde.

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