Tierseuche

Schweinepest: Brandenburg dehnt gefährdete Regionen aus

Josef Koch
Josef Koch
am Dienstag, 06.10.2020 - 05:00

Brandenburg hat das gefährdete Gebiet vergrößert. Es umfasst nun 2.200 Quadratkilometer.

Schweinepest-Restriktionsgebiet -Brandenburg

Nach dem ersten Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei einem Wildschein im Landkreis Märkisch-Oderland, der am 30. September amtlich festgestellt wurde, vergrößert Brandenburg jetzt die sogenannten Restriktionszonen. Die Europäische Union hat per Durchführungsbeschluss, der gestern (5.10.) im EU-Amtsblatt veröffentlicht wurde, den Brandenburger Vorschlag für die erweiterte ASP-Gebietskulisse gebilligt.

Es gibt nun zwei Kerngebiete und ein zusammenhängendes gefährdetes Gebiet. Das bisherige gefährdete Gebiet wurde in nördlicher Richtung bis Märkisch-Oderland verlängert und umschließt nun Frankfurt (Oder).

Die von der Änderung des Seuchengebietes betroffenen Landkreise und kreisfreie Stadt werden ihre Tierseuchen-Allgemeinverfügungen jetzt entsprechend anpassen. Mit diesen Allgemeinverfügungen werden auch die notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung der ASP sowie zum Schutz gegen die besondere Gefährdung der Hausschweine- und der Wildschweinpopulation angeordnet.

Das erste Kerngebiet um die Fundorte bei Sembten im Landkreis Spree-Neiße und nahe Neuzelle im Landkreis Oder-Spree hat eine Fläche von rund 150 Quadratkilometern. Das zweite Kerngebiet um den Fundort in Bleyen im Landkreis Märkisch-Oderland ist 45 Quadratkilometer groß.

Das jetzt festgelegte Seuchengebiet (sogenanntes gefährdete Gebiet) umfasst rund 2.200 Quadratkilometer.