Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Volksbegehren

Runder Tisch - der Auftakt ist gemacht

Volksbegehren
Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Mittwoch, 20.02.2019 - 15:36

Das erste Treffen des runden Tisches hat stattgefunden - in einem konstruktiven Klima, wie Beteiligte betonten.

Am 20. Februar 2019 hat der von Ministerpräsident Markus Söder einberufene runde Tisch zum Arten- und Naturschutz mit Vertretern der Staatsregierung, Initiatoren des Volksbegehrens und betroffenen Verbänden in der Bayerischen Staatskanzlei stattgefunden. Geleitet und moderiert wurde der Runde Tisch von Landtagspräsident a.D. Alois Glück.

Runder Tisch

Die heutige Veranstaltung ist der Auftakt zu einem längerem Prozess, an dessen Ende ein Alternativvorschlag zum Volksbegehren zum Artenschutz stehen könnte. Inhaltlich gibt es erwartungsgemäß noch wenig zu sagen. Die Beteiligten bestätigten die konstruktive Zusammenarbeit der Beteiligten.

Moderator Alois Glück gab zu verstehen, dass er zunächst einmal die öffentliche Hand in der Pflicht sieht, wenn es um Artenschutz geht - also das Land, die Kommunen und die Städte.

Bayerns Landwirtschaftsministerin zufrieden

Runder Tisch

Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber bezeichnete die erste Sitzung des Runden Tischs für mehr Artenschutz als "gelungenen Start für einen gesamtgesellschaftlichen Dialog. Ich bin zuversichtlich, dass es uns gelingen kann, im Konsens einen Lösung zu finden", sagte die Ministerin. Das Gespräch habe in einer sehr guten, konstruktiven Atmosphäre stattgefunden. "Es war kein Gegeneinander. Der Wille, miteinander zu reden statt übereinander, ist bei allen Beteiligten vorhanden."

Die Staatsregierung habe den Auftrag angenommen, den die Bürger der Gesellschaft erteilt haben. Dass über 1,7 Millionen Menschen für das Volksbegehren unterschrieben haben, zeige wie sehr den Bürgerinnen und Bürgern das Thema am Herzen liege.

Viele Anregungen und Ideen seien bereits Bestand der Agrarpolitik und des landwirtschaftlichen Arbeitens. Das könne nun weiterentwickelt werden. "Wir sind offen für alle gute Vorschläge. Wir wollen ein Konzept finden, das breiter gefasst ist als die Vorschläge des Volksbegehrens und alle Bevölkerungsgruppen einschließt.

Es geht darum zu klären, wie unsere Gesellschaft leben will und wie unsere Landschaft aussehen soll", sagte Kaniber. Dabei müsse darauf geachtet werden, dass auch die Landwirte weiterhin ihr Auskommen haben. "Die Bauern müssen unterstützt werden, wenn sie weitere Umweltmaßnahmen leisten", sagte Kaniber. "Der Runde Tisch kann das erste Kapitel sein für einen neuen Gesellschaftsvertrag zwischen Bauern und der städtischen Bevölkerung."

Buchstäblich als Glücksfall bezeichnete Kaniber, dass der ehemalige Landtagspräsident Alois Glück die Leitung des Runden Tischs übernommen hat. Kaum ein anderer habe sich die Bewahrung der Schöpfung so auf die Fahnen geschrieben wie der gelernte Landwirt Glück.