Schweinehaltung

Rukwied: Schweinehalter sind stark unter Druck

Josef Koch
Josef Koch
am Mittwoch, 25.08.2021 - 13:34

Die hohen Getreidepreise freut die Bauern nur teilweise. Die Tierhalter leiden unter den steigenden Kosten, besonders Schweinebauern.

Ferkelerzeuger-Rücken-Wand

Bei der Erntepressekonferenz seines Landesbauernverbands machte Präsident Joachim Rukwied deutlich, dass die Schweinebauern derzeit besonders stark unter den hohen Futterkosten leiden. „Unsere Schweinehalter stehen mit dem Rücken zur Wand,“ so der deutsche Bauernpräsident. So sind Schlachtschweine- und Ferkelpreise massiv eingebrochen. Auch die übrigen Tierhalter müssen für Futtermittel mehr Geld aufwenden.

Bereits zu Jahresbeginn waren die landwirtschaftlichen Betriebsmittelpreise auf ein neues Allzeithoch gestiegen, machte der DBV-Präsident deutlich. Die hohen Produktionskosten fressen die gestiegenen Erlöse der Ackerbauern auf. Schließlich können sie von den aktuell hohen Preisen nur zum Teil profitieren, da schon Teilmengen vorkontrahiert waren.

Die Gründe für den starken Preisanstieg liegen unter anderem bei Lieferengpässen durch unterbrochene und nicht funktionierende Lieferketten sowie beim starken Anstieg der Energie- und Treibstoffpreise.

Auf der anderen Seite fährt die Wirtschaft in vielen Ländern nach dem dramatischen Corona-Einbruch die Produktion wieder hoch und braucht dringend Rohstoffe und Vorprodukte. Das Resultat, laut Rukwied,: eine explodierende Nachfrage treffe auf ein ausgesprochen knappes Angebot.