Agrarpolitik

Rukwied und Holzenkamp wehren sich gegen Fusionspläne

Josef Koch
Josef Koch
am Mittwoch, 24.11.2021 - 11:28

Am Nachmittag wollen die Ampelparteien ihr Verhandlungsergebnis vorstellen. Bedenken gegen Eingliederung des Agrarministeriums.

DBV Präsident

Gegen 15.00 Uhr will die Ampel-Koalition heute (24.11.) in Berlin ihre Verhandlungsergebnisse vorstellen. Dann soll weißer Rauch aufsteigen, wenn SPD; Grüne und FDP vor die Presse treten. Bereits in den letzten Tagen sind Pläne durchgesickert, wonach es ein gemeinsames Landwirtschafts- und Umweltministerium unter der Führung der Grünen geben soll. Das löste in der Agrarbranche Besorgnis aus.

In einem Schreiben an die Spitzen der künftigen Koalitionsparteien sowie die SPD-Ministerpräsidenten Stephan Weil und Dr. Dietmar Woidke fordern die Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Joachim Rukwied und Franz-Josef Holzenkamp, die Beibehaltung eines eigenständigen Ministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und ländliche Räume.
 

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Gefahr für Transformationsprozess

Praes_Holzenkamp_2021

Rukwied und Holzenkamp begründen ihre Forderung mit der besonderen Bedeutung des Agrarsektors für die ländlichen Räume. Zudem stehe die Land- und Ernährungswirtschaft im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Anforderungen, den Aufgaben rund um Klima- und Umweltschutz sowie den ökonomischen Rahmenbedingungen mitten in einem tiefgreifenden strukturellen Umbruch.

Die beiden Präsidenten warnen vor einer Eingliederung des Agrarsektors in ein Ministerium, das schwerpunktmäßig auf Ordnungsrecht und Verbote setze. Das würde den vielbeschworenen Transformationsprozess scheitern lassen.

Ausdrücklich betonen Rukwied und Holzenkamp die von den künftigen Koalitionsparteien beschriebene Notwendigkeit der Erneuerung und des Aufbruchs. Man stehe zur Transformation und Weiterentwicklung des Sektors.

Mit Material von AgE