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Sonderruhetage

Rücknahme der Osterruhe

Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Mittwoch, 24.03.2021 - 16:59

Branchenvertreter zeigen sich erleichtert über die Entscheidung der Bundeskanzlerin.

Hamsterkäufe

Berlin - Mit Erleichterung reagiert der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) auf die Entscheidung von Kanzlerin Merkel, die angekündigte Osterruhe zurückzunehmen. „Der Gesundheitsschutz ist in diesen Zeiten das A und O, solch spontane Ruhetage hätten jedoch mehr Schaden als Nutzen gebracht. Kundenströme hätten sich verdichtet, die Infektionsgefahr wäre gestiegen. Die Versorgungssicherheit der Bevölkerung und der Landwirtschaft wäre in Gefahr geraten. Und Unternehmen hätten vielfältige zusätzliche Belastungen stemmen müssen“, sagt DRV-Präsident Franz-Josef Holzenkamp.

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, hatte heute noch einmal darauf hingewiesen, wie problematisch die von Kanzleramt und der Ministerpräsidentenkonferenz ursprünglich ausgerufene „Osterruhe“ inklusive Gründonnerstag gewesen sei. Die Arbeit der Landwirtschaft und der dazugehörenden Bereiche, wie beispielsweise Molkereien oder Schlachtbetriebe zu unterbrechen, sei nicht so einfach möglich. Milch, Fleisch, Obst und Gemüse seien verderbliche Waren. Es wäre unsinnig, den Lebensmittelhandel offen zu halten, wenn gleichzeitig die Regale leer geblieben wären, gab Rukwied zu bedenken.