EU-Nitratrichtlinie

Rote Gebiete: Bundesländer wollen Vorgaben überarbeiten

Josef Koch
Josef Koch
am Donnerstag, 03.12.2020 - 05:00

Die ostdeutschen Bundesländer drängen bei ihrem Treffen auf eine Überarbeitung der Verwaltungsvorschrift zu den roten Gebieten.

Backhaus Till-Mecklenburg-Vorpommern

Die ostdeutschen Agrarminister verständigten sich bei ihrem gestrigen Treffen (2.12.) darauf, dass sie gegenüber dem Bund gemeinsam die Initiative ergreifen, die Verwaltungsvereinbarung zur Ausweisung der mit Nitrat/Phosphat belasteten Gebiete zu überarbeiten. Dabei geht es insbesondere um die Klärung unbestimmter Rechtsbegriffe.

„Die Anwendung der Verwaltungsvorschrift hat in den einzelnen Ländern zu großen Unterschieden geführt, vor allem im Hinblick auf den Flächenumfang der belasteten Gebiete. Der Berufsstand vermutet, dass hier unterschiedliche Messlatten angelegt wurden. Das kann ich so nicht stehen lassen. Deshalb ist es notwendig, die Verwaltungsvorschrift zeitnah zu überprüfen. Das ist für den Grundwasserschutz ebenso wichtig wie für die Akzeptanz durch die Landwirte“, betonte Dr. Till Backhaus.

Unter Vorsitz von Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern, trafen sich gestern (2.11.) die Agrarminister der neuen Bundesländer gemeinsam mit den Präsidenten der Landesbauernverbände, Vertretern der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Vertretern von Land schafft Verbindung und Vertretern ökologischer Anbauverbände zur Videokonferenz.