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Großraubtiere

Risse durch Wölfe und Bären in Europa

Copa
am Donnerstag, 17.03.2022 - 14:07

Der Europäische Bauernverband hat in einer Grafik das Vorkommen, die Attacken und die Risse durch Großraubtiere zusammengefasst.

Download der Grafik in höherer Auflösung

Andere Tierarten in Mitleidenschaft gezogen

Die Copa weist in diesem Zusammenhang auf einen bislang wenig bedachten Nebeneffekt hin. Die eingeführten Präventionsmaßnahmen verbrauchen viel Zeit, Geld und Arbeit für Landbewohner und Landwirte, die ihre Häuser und ihre Lebensgrundlagen schützen wollen. In den meisten Fällen würden diese Maßnahmen, wie Schutzzäune, Alarmsysteme und Wachhunde, mehr schaden als nützen.

So verringern Zäune die freie Bewegung größerer Säugetiere wie Hirsche und andere Huftiere; Wachhunde können sich extrem negativ auf bodenbrütende Vögel und andere Wildtiere auswirken und Alarmanlagen stören die natürliche Umgebung.

Extensive Weidehaltung in Gefahr

Extensive Weidehaltung ist eine umweltverträgliche Form der Landwirtschaft. Ausgerechnet sie könnte durch das vermehrte Auftreten von großen Beutegreifern gefährdet sein. Die Folge wäre ein Rückganng der gerade für die Biodiversität so wichtigen offenen Landschaften. Sie bieten Lebensräume für seltene Pflanzen, Insekten und Vögel.

Die Copa fordert deshalb, dass unbedingt sichergestellt werden sollte, dass diese Regionen und ländlichen Akteure weiterhin einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz und zur Erosionsbekämpfung sowie zum unschätzbaren Kapital der reichen biologischen Vielfalt leisten können. Auch sie sollten deshalb in einer Interessenabwägung gegenüber den großen Beutegreifern einen Schutz erhalten.