Monitoring

Regierung drückt sich um Zahlen zum Wolf

Wolf
Ulrich Graf Portrait 2019
Ulrich Graf
am Freitag, 10.01.2020 - 15:46

Zu viele Einflussfaktoren würden die Bestandsentwicklung beeinflussen, um eine Abschätzung möglich zu machen, so die Antwort auf eine Anfrage.

Berlin - Im Monitoringjahr 2018/2019 hat es nach Angaben der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) 105 Rudel, 25 Paare und 13 territoriale Einzeltiere gegeben. Eine wissenschaftlich fundierte Abschätzung einer Entwicklung des Bestandes in der Zukunft sei "nicht zielführend, da zu viele Parameter die Bestandsentwicklung beeinflussen".

Das teilt die Regierung in einer Antwort (19/16069) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/15334) mit. Darin wollten die Abgeordneten unter anderem Details zu den Ursachen für die Entwicklung des Bestandes erfahren. Wie bei der Wiederbesiedlung eines Gebiets durch eine zuvor ausgestorbene Art üblich, ist der Wolfsbestand seit 1998 ansteigend. Im Jahr 2000 habe die erste wissenschaftlich nachgewiesene Reproduktion stattgefunden. Verantwortlich für die positive Entwicklung der Wolfspopulation seien geeignete Habitatbedingungen in Verbindung mit einem strengen Schutzstatus der Art auf nationaler sowie europäischer Ebene sowie eine hohe Adaptionsfähigkeit der Art, schreibt die Bundesregierung.